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Ein „verbremstes“ Debüt

„Verbremstes“ Debüt des neuen Audi A4 von Huber Motorsport beim Histo-Cup Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring – technische Probleme.

Foto: Huber

„Wer später bremst, fährt länger schnell.“ Für Huber Motorsport traf diese alte Rennfahrerweisheit vergangenes Wochenende leider nicht zu:

Bei der Premiere des für 2011 neu aufgebauten Audi A4 Quattro wurde das erfolgsverwöhnte Vater-Sohn-Duo Hans und Hannes Huber am neuen Red Bull Ring von massiven Bremsproblemen gestoppt.

Nach fieberhafter Fehlersuche konnten die technischen Probleme am Sonntag dann zwar endlich aussortiert werden. Um im Rennen eine entscheidende Rolle zu spielen, war es dann jedoch leider schon zu spät.

Das Debüt des neuen Fahrzeugs in den Farben des neuen Hauptsponsors Liqui Moly hatte man sich im Team Huber sicherlich anders vorgestellt. 490 PS leistet der 5-Zylinder Turbomotor des Audi A4 Quattro aus dem Jahre 1996 – normalerweise genug, um in der Klasse der Youngtimer ganz vorne mitzufahren.

Schließlich handelt es sich bei dem Nachfolger des legendären Huber-Audi S2 der letzten Jahre um einen der erfolgreichsten Renntourenwagen überhaupt: Mitte der 90er-Jahre sorgte dieses Auto im legendären Supertourenwagen Cup (STW) weltweit für Furore.

„Bereits beim Testen einige Tage vor Saisonbeginn hatten wir geglaubt, die Bremsprobleme erkannt und behoben zu haben. Das hat sich dann am Rennwochenende leider als Irrtum herausgesellt“, so das Fazit von Teamchef Hans Huber.

Schon im Qualifying hatte es mangels Bremsdruck nur zum ernüchternden 20. Rang gereicht. In der Folge macht das gesamte Team die Nacht zum Tag, um Sonntagmorgen im ersten Rennen der Youngtimer endlich konkurrenzfähig zu sein.

Doch als sich Hannes Huber in Rennen 1 dann bereits nach wenigen Runden spektakulär ins Kiesbett verabschiedete war klar: Der Sieg war für die zweifachen Gesamtsieger der Klasse über 3.500ccm an diesem Wochenende außer Reichweite.

„Bereits ein paar hundert Meter vor der ersten Kurve musste ich mit dem Bremspedal zu Pumpen anfangen, um überhaupt etwas Bremsdruck aufzubauen“, berichtet der 21-jährige Oberösterreicher. Irgendwann fiel das Pedal dann völlig ohne Halt durch, das war’s dann.“

Doch aufgegeben wird bekanntlich nur ein Brief: Bis unmittelbar vor Start des zweiten Rennens am Sonntag Nachmittag machten sich die Hubers erneut auf Fehlersuche und siehe da – als Vater Hans Huber von ganz hinten ins zweite Rennen des Tages ging, war der Fehlerteufel endlich besiegt.

Was folgte, war eine regelrechte Überholorgie und Aufholjagd, die erst auf Position 20 endete. „Beim ersten Einsatz eines Rennfahrzeugs mit derart vielen neuen Komponenten waren Probleme vorauszusetzen“, zog Teamchef Hans Huber danach positive Bilanz. „Wichtig war, dass wir das Problem in den Griff bekommen haben und das Auto jetzt läuft.“

Das zweite Rennwochenende in Brünn werden Hans und Hannes Huber auslassen, um dann Ende Mai am Pannoniaring mit voller Quattro-Power neu anzugreifen.

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