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Formel 1: News

Gespanntes Verhältnis zwischen Todt und Ecclestone

FIA-Präsident Jean Todt hat noch keine Signale erhalten, dass Bernie Ecclestone wegen der andauernden Gerichtsprozesse in der Formel 1 vor dem Aus steht.

Bereits vor Beginn des Prozesses in München wächst der öffentliche Druck auf Bernie Ecclestone, nicht zuletzt durch eine parlamentarische Untersuchung in Norwegen. Doch akute Pläne, den Formel-1-Geschäftsführer abzusetzen, scheint es nicht zu geben. Das glaubt zumindest FIA-Präsident Jean Todt, den die Investmentgesellschaft CVC Capital Partners, kontrollierender Eigentümer der kommerziellen Rechte an der Formel 1, in so einem Fall vorab informieren müsste.

"Wenn ihn CVC, die den Sport besitzen, weg haben möchten, werden sie es mich als Präsidenten der FIA wissen lassen. Bisher hat es darüber noch keine Gespräche mit ihnen gegeben", erklärt Todt im Interview mit der Daily Mail. Dabei hat der Franzose eigentlich keinen Grund, Ecclestone den Rücken zu stärken. Zwar war es der heutige Formel-1-Geschäftsführer, der ihn im Jahr 1992 mit Ferrari "verkuppelt" hat (ab 1993 war Todt in Maranello Teamchef), doch heute wird das Verhältnis der beiden mächtigen Männer in der Königsklasse von den meisten Beobachtern als angespannt beschrieben.

"Es ist eine Veränderung für ihn", spielt Todt darauf an, dass Ecclestone mit seinem Vorgänger als FIA-Präsident, Max Mosley, eng befreundet war. "Meine Arbeitsweise ist anders. Manchmal sagt er Dinge, die seiner Natur entsprechen. Ich antworte darauf nicht, denn das entspricht meiner Natur. Ich muss seine Natur akzeptieren und er muss meine akzeptieren."

Gleichzeitig findet der Franzose für Ecclestone auch lobende Worte: "Bernie wird dieses Jahr 84. Seine Motivation und seine Leidenschaft sind so ausgeprägt wie eh und je. Er könnte genauso gut in seinen 50ern sein statt in seinen 80ern." Immerhin haben die beiden zwischen den Inhabern der kommerziellen Rechte und der FIA im vergangenen Jahr einen neuen Concorde-Vertrag ausgehandelt, der der FIA unter anderem Anteile an der Formel 1 sichert.

Ambivalent fällt Todts Urteil indes über Ron Dennis aus, seinen langjährigen Widersacher am McLaren-Kommandostand, der 2014 wieder in die Formel 1 zurückkehrt: "Er war ein starker Gegner für uns und wir waren ein starker Gegner für ihn. Ich mag seine Liebe für das Detail und seine perfektionistische Herangehensweise." Aber: "Manchmal ist er ein bisschen arrogant. Wir haben alle unseren eigenen Stil, aber ich respektiere seine Erfolge."

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