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Enttäuschendes WEC-Heimspiel für Toyota

Toyota zeigte sich in der verregneten Anfangsphase beim Heimrennen in Fuji überraschend stark, doch wurde Opfer der Umstände - Crash von Wurz.

Fotos: Toyota

Licht und Schatten für Toyota beim Heimspiel in Fuji: Trotz teilweise starker Form mussten sich Kazuki Nakajima, Anthony Davidson und Sebastien Buemi sowie Alex Wurz, Mike Conway und Stephane Sarrazin hinter Porsche und Audi mit den Plätzen fünf und sechs zufrieden geben.

Dabei trumpfte der japanische Underdog vor allem zu Beginn auf, als der Motor wegen der durch die Regenschauer überfluteten Piste keine so große Rolle spielte. Nakajima war rasch Dritter, Wurz kurz Vierter, ehe er mit Porsche-Pilot Romain Dumas kollidierte. Auch nach dem ersten Stopp sah es noch vielversprechend aus, als der fünftplatzierte Davidson auf den Audi von Oliver Jarvis aufholte.

Doch dann musste man zwei Rückschläge hinnehmen: Sarrazin kollidierte mit einem GTE-Am-Porsche, wodurch das Kühlsystem seines Toyota mit der Nummer zwei beschädigt wurde - ein 13-minütiger Reparaturstopp war notwendig. Davidson überfuhr währenddessen beim Boxeneingang die weiße Linie und musste daraufhin eine Durchfahrtsstrafe abbüßen.

Auf trockener Strecke erneut zahnlos

Da die Stecke abtrocknete, konnte Toyota in der zweiten Hälfte des Rennens nicht wirklich mit den Rivalen mithalten. Conway gelang es aber immerhin, das Auto mit der Nummer zwei von Platz 19 in die Punkteränge zu fahren, Wurz kam schließlich hinter den Teamkollegen als Sechster ins Ziel.

Nakajima, einer der unbelohnten Helden des Rennens, hatte trotzdem seine Freude im Auto: "Wie erwartet waren wir bei nassen Bedingungen konkurrenzfähiger. Der Kampf in der Anfangsphase gegen die Porsche hat Spaß gemacht. Es war schwierig, vor ihnen zu bleiben, weil sie auf der Geraden schneller waren, aber irgendwie blieb ich bis zum Boxenstopp vor einem Porsche. Das war aufregend."

Sein Teampartner Sebastien Buemi ist hingegen "vom Ergebnis enttäuscht. Wir sahen im Nassen ganz gut aus, waren näher dran. Die Lücke wurde aber immer größer, als es abtrocknete, was enttäuschend war."

Sarrazin crasht mit GT-Auto

Sarrazin schildert, wie es zur folgenschweren Kollision beim Überrunden kam: "Ich hatte ein Problem mit einem GT-Auto. Der Fahrer crashte in mein Auto, was uns viel Zeit kostete." Wurz tun vor allem die über 50.000 Fans auf den Rängen Leid, die trotz des schlechten Wetters kamen, aber von Toyota nicht belohnt wurden.

"Es sind die besten Fans, die man sich vorstellen kann", sagt der Österreicher. "Nach 20 Jahren im professionellen Motorsport komme ich immer noch gerne hierher, um ihnen zu begegnen. Es ist schade, dass das Wetter so schlecht war, aber andererseits sahen sie ein gutes Rennen. Leider wurde Stephane von einem GT-Auto getroffen, was unsere Chancen zunichte gemacht hat."

Toyota-Boss Toshio Sato zeigt sich von der "verbesserten Performance auf der nassen Strecke ermutigt. Leider konnten wir davon aber nicht profitieren, und es ist enttäuschend, dass wir bei unserem Heimrennen kein besseres Ergebnis einfahren konnten." Man konnte zwar nicht wie in den vergangenen drei Jahren gewinnen, "aber wir sind entschlossen, nächstes Jahr viel stärker zurückzukehren."

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