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WEC: News

Toyota entwickelt Turbomotor für 2016

Toyota entwickelt für die kommende Langstrecken-WM-Saison einen neuen Turbomotor, außerdem ist der Wechsel in die 8-MJ-Klasse geplant.

Toyota ist in der WEC-Saison 2015 chancenlos gegen die Konkurrenz von Porsche und Audi. Der TS040 Hybrid ist schlicht zu langsam. Noch im Vorjahr hatte Toyota das schnellste Auto, doch über den Winter fielen die Japaner zurück. Vor allem Porsche hat einen großen Schritt gemacht. Schon beim Auftakt in Silverstone kam für Toyota das böse Erwachen. Am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring hatten die beiden Autos nach sechs Stunden drei bzw. vier Runden Rückstand ...

Für das nächste Jahr muss etwas geschehen. Viel hängt auch vom Budget ab, das deutlich geringer als bei der deutschen Konkurrenz ausfällt. "Wir werden wahrscheinlich zu einem Turbomotor wechseln", bestätigt Technikdirektor Pascal Vasselon gegenüber motorsport.com. Derzeit verwendet Toyota einen V8-Saugmotor mit 3,7 Litern Hubraum. Beim Hybridsystem fährt man in der Sechs-Megajoule-Klasse.

"Unser V8 war zu Beginn sehr gut, er war von Beginn an sehr effizient", so Vasselon weiter. "Wenn Toyota langfristig in der Langstrecken-WM bleiben will, haben kleine Turbomotoren mehr Potenzial. Ich kann die Größe des Motors noch nicht verraten. Wir sind in der Designphase. Wir wissen dass es ein kleiner Motor mit Turboaufladung sein wird." Auch beim Hybridsystem wird sich etwas tun. Toyota verwendet einen Superkondensator. "In Spa haben wir realisiert, dass wir 2016 in die 8-MJ-Klasse wechseln müssen", bestätigt Vasselon den Umstieg auf einen alternativen Energiespeicher.

Da der Motor beim TS050 kleiner ausfallen wird, kann auch der Formfaktor und damit die Aerodynamik des Autos komplett überarbeitet werden. "Wir könnten etwas spät fertig werden, weil wir normalerweise das erste Rollout Mitte Januar durchführen", gibt der Technikdirektor zu Bedenken. Toyota konzentriert sich in der Motorsportzentrale in Köln auf die Entwicklung dieses neuen Autos. Am TS040 wird zwar weitergearbeitet, es wird aber keine Weiterentwicklung geben.

Deshalb wurde auch ein Test vor dem Nürburgring-Wochenende abgesagt. "Es gibt keine Veränderungen am aktuellen Auto, also machte ein zusätzlicher Test keinen Sinn", sagt Vasselon. Die Entscheidung für das neue Auto fiel nach dem Rennen in Spa, als endgültig klar wurde, dass Toyota in Le Mans aus eigener Kraft nicht mehr gewinnen kann: "Dort haben wir realisiert, dass wenn Toyota langfristig in der WEC bleiben will, bestimmte Entwicklungen gemacht werden müssen. Le Mans hat diesen Eindruck bestätigt."

Offen ist, ob das Engagement im kommenden Jahr vor allem hinsichtlich des 24-Stunden-Klassikers auf drei Autos ausgeweitet wird. Es hängt in erster Linie von der Finanzierung ab, wie Vasselon sagt: "Wir evaluieren noch das Budget für drei Autos. Es ist aber auch möglich, dass unser Budget nur für die Entwicklung des Autos reicht. Wenn wir das Budget genau beziffern können, werden wir eine Entscheidung treffen. Im Moment läuft es wie in den vergangenen Jahren."

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