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Testfahrten des Lada Vesta WTCC

In Magny-Cours absolvierte das Lada-Werksteam seine ersten Testrunden mit dem neuen Vesta, die Oreca-Kreation sorgt für Aufbruchstimmung.

Titelbild: Werk

Während Citroën, Honda und einige Chevrolet-Teams Ende vergangener Woche bei einem offiziellen WTCC-Testtag in Montmeló weilten, fuhr Mitbewerber Lada in Frankreich die ersten Runden mit dem neuen Vesta. Auf dem Kurs von Magny-Cours, der aufgrund der Zusammenarbeit mit Oreca gewissermaßen die Hausstrecke von Lada ist, nahmen Rob Huff und James Thompson die Testarbeit mit dem neuen Vesta WTCC auf.

"Das ist ein ordentliches Rennauto", zeigte sich Huff nach den ersten Runden von seinem neuen Arbeitsgerät begeistert. Auch Teamchef Victor Shapovalov (Bild) zieht nach den ersten Kilometern auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs ein positives Fazit: "Das neue Auto erfüllt unsere Erwartungen: Es ist auf den Geraden schneller, in den Kurven stabiler und verfügt über eine deutlich verbesserte Aerodynamik."

Auch äußerlich entspricht der Vesta den Erwartungen an einen modernen Tourenwagen deutlicher als der lediglich auf das TC1-Reglement umgebaute Granta aus dem Vorjahr. "Selbst für den Laien ist der neue Vesta optisch ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Granta aus dem Vorjahr", meint auch Thompson. "Und er fährt sich so gut, wie er aussieht."

Kaum Tests vor dem Saisonstart

Bei aller Euphorie über das neue, nunmehr goldgelb lackierte Auto weiß man im Hause Lada auch, dass man mit dem neuen Vesta spät dran ist. Verzögerungen bei der Fertigstellung des Autos hatten für eine Verschiebung des Testprogramms gesorgt, weshalb das Auto erst drei Wochen vor dem Saisonauftakt erstmals auf die Strecke gegangen ist.

"Es spricht für Lada als Autohersteller, dass sie in der Lage sind, in solch kurzer Zeit ein solch hochwertiges Auto zu bauen", wirft Huff ein. Dennoch wird das russische Werksteam, wie schon im Vorjahr, zu Saisonstart mit einem im Grunde kaum getesteten Fahrzeug antreten. "Natürlich liegt noch eine Menge Arbeit vor dem Team. Das ist ein völlig neues Auto, bei dem wir von Null anfangen. Daher müssen wir noch mehr testen", gibt Teamchef Shapovalov zu.

Doch dafür bleibt Lada kaum Zeit: Nach den ersten Rennwochenende in Argentinien werden die Autos umgehend nach Marokko verschifft und treffen dann erst wieder Ende April in Europa ein. "Deshalb werden wir auch zwischen den ersten WTCC-Rennen weitertesten", kündigt Shapovalov Tests vor Beginn der Europasaison an.

Lada will mit Werksteams kämpfen

Trotz dieser Verzögerungen bei der Saisonvorbereitung versprüht Lada nach dem erfolgreichen Rollout des Vesta Aufbruchstimmung. "Wir sind alle hochmotiviert, und obwohl die Tests mit Verspätung begonnen haben, werden wir vom Saisonstart an bereit sein, auf der Strecke zu kämpfen", gibt Teamchef Shapovalov die Marschrichtung vor. Huff und Thompson sind nach den ersten Kilometern im neuen Auto auf jeden Fall davon überzeugt, dass sie mit dem Vesta nicht mehr nur sporadisch um Spitzenplätze kämpfen können.

"Obwohl wir im vergangenen Jahr mit dem Granta gewonnen haben, wussten wir, dass ein großer Schritt nach vorne notwendig ist, um auf ein höheres Niveau zu kommen. Ich glaube, dieses Auto wird uns dorthin bringen", sagt Huff. "Es scheint, dass wir eine realistische Chance haben, auf Augenhöhe mit den anderen Werksteams zu kämpfen", zeigt sich auch Thompson optimistisch.

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