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DTM: Zandvoort

Pole-Position für Jamie Green am Sonntag

Altmeister in Reihe eins: Jamie Green holt für das Rennen am Sonntag die Pole-Position vor Gary Paffett - Glock als bester BMW-Pilot nur auf Rang sechs.

Die Mercedes-Dominanz ist gebrochen: Nachdem die Stuttgarter zuvor in allen Sessions in Zandvoort die Nase vorne hatten, konnte Audi-Pilot Jamie Green im Qualifying am Sonntag die Vormachtstellung durchbrechen und sich die Pole-Position sichern. Der Brite umrundete den Kurs in 1:30.696 Minuten und war damit 0,079 Sekunden schneller als Mercedes-Fahrer Gary Paffett, der die Pole nur minimal verpasste. Markenkollege Christian Vietoris (+0,096 Sekunden) landete auf dem dritten Platz.

"Es ist schön, auf der Pole-Position zu stehen. Ich bin stolz auf meine Runde", freut sich Green. Er weiß allerdings: "Das Rennen wird eine andere Geschichte, aber ich habe einen guten Startplatz. Schauen wir mal, was wir heute erreichen können." Kleiner Wermutstropfen: Weil Green in der Boxengasse zu schnell unterwegs war, muss er eine Strafe in Höhe von 250 Euro zahlen.

"Wir haben es geschafft, das Auto und unsere Runde richtig hinzubekommen", erklärt Paffett derweil. "Gestern im Qualifying war es nicht perfekt, heute lief es besser. Wir sind viel näher an der Pole dran, aber wir haben es wieder nicht ganz geschafft. Die erste Reihe ist aber ziemlich gut. Heute Morgen haben wir für das Rennen geübt, deshalb lagen wir da etwas zurück. Aber wir waren zuversichtlich, dass wir im Qualifying wieder vorne dabei sein würden."

Reihe zwei teilen sich Vietoris und Edoardo Mortara (Abt-Audi/+0,163), dahinter stehen Samstagssieger Robert Wickens (HWA-Mercedes/+0,241) und Timo Glock (RMG-BMW/+0,261), der damit bester BMW-Pilot war. "Wenn es so eng zusammenliegt, dann zählt jedes Kilogramm", verrät Glock im Hinblick auf die Performance-Gewichte. BMW musste am Samstag fünf Kilo zuladen, während Audi fünf Kilo ausladen durfte.

"Wir BMW-Piloten haben gestern in der Sauna versucht, noch ein paar Kilo rauszuschwitzen", sagt Glock mit einem Lachen und erklärt: "Das sehen wir an jedem Wochenende. Das Resultat verschiebt sich von Samstag auf Sonntag ein bisschen, weil ein Hersteller ein bisschen Gewicht rausnimmt und der andere ein bisschen rein."

Nach dem Qualifying haben sich die Gewichte allerdings erneut verschoben. Während Audi und Mercedes für das Rennen jeweils fünf Kilogramm zuladen müssen, darf BMW fünf Kilo ausladen. Die Münchener haben damit im Rennen die leichtesten Autos im Feld. Der Meisterschaftsführende Marco Wittmann (RMG-BMW/+0,350) landete hinter Glock auf Rang sieben.

Die Top 10 komplettierten Esteban Ocon (ART-Mercedes/+0,357), Mattias Ekström (Abt-Audi/+0,467) und Nico Müller (Abt-Audi/+0,497). Keine Zeit konnte Daniel Juncadella setzen. Der Mercedes-Pilot kam von der Strecke ab und versenkte seinen Boliden gleich nach einer Runde im Kiesbett, was für eine kurzzeitige rote Flagge sorgte. Maximilian Götz (HWA-Mercedes/+2,452) hatte ein Problem mit der Servolenkung und wurde 23.

Rookie Rene Rast, der am Sonntag den verletzten Adrien Tambay im Rosberg-Audi-Team vertritt, kam mit 1,383 Sekunden Rückstand auf Rang 22. Das 60-minütige Rennen startet um 13:40 Uhr. Weil die Piloten einen Pflichtboxenstopp einlegen müssen, könnte sich die Chance ergeben, über die Strategie die ein oder andere Position zu gewinnen. Das Überholen auf der Strecke ist in Zandvoort extrem schwierig.

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