MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Honda schon 2017 auf Mercedes-Niveau?

Honda-Motorenboss Yusuke Hasegawa glaubt, 2017 mit McLaren auf Augenhöhe gegen das überlegene Mercedes-Werksteam kämpfen zu können.

Nach dem Qualifying zum Grand Prix von Spanien war die Erleichterung bei McLaren-Honda groß. Erstmals seit 2014 konnte man ein Auto in den letzten Abschnitt des Zeittrainings bringen. Fernando Alonso holte sich den zehnten Startplatz – ein kleiner Hoffnungsschimmer für die gebeutelte Mannschaft aus Woking. Zwar blieb Alonso bei seinem Heimrennen mit einem technischen Defekt liegen, trotzdem schöpfte man für das kommende Rennen in Monaco Hoffnung. Bei Motorenpartner Honda denkt man sogar schon an die fernere Zukunft: 2017 möchte man auf Augenhöhe mit Mercedes sein.

"Nicht alle Probleme bei McLaren haben mit der Antriebseinheit zu tun. Alle Bereiche müssen verbessert werden, um die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr zu gewinnen", tönt Honda-Motorenboss Yusuke Hasegawa gegenüber El Mundo Deportivo. In dieser Saison möchte man durch kluge Entwicklungsarbeit noch regelmäßig in die Punkte fahren. Wann die verbleibenden 14 erlaubten Updates kommen werden, wollte der Japaner noch nicht verraten.

Dem neuen Honda-Chef schwebt aber Großes vor: "Es ist sehr schwierig, aber wir arbeiten jeden Tag daran, nicht nur Podeste, sondern Siege einzufahren", wird er von der spanischen Zeitung Diario Sport zitiert. Die Steigerungen in der Leistung sowie das Tempo bei der Entwicklung seien seit dem Start der Saison gut – sogar besser als bei Mercedes, meint Hasegawa. Nachdem im kommenden Jahr ein überarbeitetes Reglement eingeführt wird, rechnet sich Honda gute Chancen aus, um die Spitze mitzukämpfen.

"Wir planen, Mercedes 2017 herauszufordern. Wir arbeiten an einem konkurrenzfähigen Auto, damit Fernando Alonso gewinnen kann." Die exklusive Belieferung von McLaren durch Honda auch im nächsten Jahr dürfte dabei hilfreich sein. Die Beziehung sei trotz Turbulenzen gut: "Wir arbeiten gut zusammen. Das vergangene Jahr war schrecklich, aber unsere Bindung ist trotzdem stark geblieben." In der Konstrukteurswertung liegt man derzeit mit zwölf Punkten an achter Position, knapp hinter Force India.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Verstappen-Zukunft offener denn je

Verstappen-Zukunft: Was diesmal anders ist

Max Verstappen sagte in Japan, dass er "Lebensentscheidungen" zu treffen habe: Wie realistisch ist ein Abschied und was ist diesmal anders als in den Vorjahren?

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.

DTM 2026: Starterfeld

DTM: Starterfeld mit 21 Autos steht

Die DTM hat das Starterfeld für 2026 mit 21 Autos präsentiert: Welche Fahrer dabei sind, welche Stars fehlen und wieso das Feld etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr