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Rallycross-WM: Mettet

Vorschau: Heikkinens dritter Streich?

Die WRX-Stars geben in Belgien Gas: Gefahren wird auf dem Circuit Jules Tacheny in Mettet; Gaststarter Duval will die Elite ärgern.

Fotos: FIA World RX

Eine Woche nach dem Gastspiel der Rallycross-WM in Hockenheim steht schon die nächste Runde auf dem Programm. An diesem Wochenende geben die rund 600 PS starken Boliden in Belgien Gas. Schauplatz ist der Circuit Jules Tacheny in der Nähe der Gemeinde Mettet, etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Brüssel. Die dritte Saisonstation der WM 2016 ist gleichzeitig auch der Auftakt der Europameisterschaft. Somit sind insgesamt 49 "Supercars" für dieses Wochenende gemeldet.

Die Weltmeisterschaft ist nach den ersten beiden Läufen spannend: Nachdem Petter Solberg den Saisonauftakt in Montalegre gewinnen konnte, holte sich zuletzt Mattias Ekström in Hockenheim den Sieg. Beide führen mit 48 Punkten die WM-Tabelle an. Ekströms Audi-Teamkollege Toomas Heikkinen hält als Dritter bei 45 Zählern. Der Finne gilt in Mettet zumindest als Geheimfavorit, denn er konnte dort in den vergangenen beiden Jahren gewinnen.

Der Circuit Jules Tacheny wurde 2010 umgebaut, die Rallycrossvariante besteht zu 61 Prozent aus Asphalt und zu 39 Prozent aus Schotter. Insgesamt ist der Kurs 1,149 Kilometer lang. Ein interessantes Feature ist die Lage der "Joker Lap". Die Abzweigung befindet sich vor der letzten Linkskurve und führt in einem S-Bogen außen um sie herum. Für die Taktik wird diese besondere Ausführung eine Rolle spielen.

Generell ist es ein sehr technischer Kurs: Erfahrung, Taktik und ein gutes Setup werden für den Einzug ins Finale ausschlaggebend sein. Vor allem Heikkinen fand in den vergangenen beiden Jahren die optimale Linie: "Ich mag die Strecke sehr. Das Layout unterscheidet sich von den anderen Kursen – sehr technisch, einige tolle Zick-Zack-Kurven und langsame Ecken. Vielleicht ist das der Grund, warum mir die Strecke so liegt, und ich zweimal gewonnen habe. Natürlich will ich die Serie fortsetzen. Aller guten Dinge sind drei!"

Die Nennliste offenbart bei den regulären Teams zunächst keine Überraschungen. Vor allem Ken Block und Sébastien Loeb müssen diese anspruchsvolle Strecke erst kennenlernen. Solberg hat in Mettet einen vierten und einen zweiten Platz zu Buche stehen. Ekström fuhr im Vorjahr zum ersten Mal auf diesem Kurs, schied aber im Finale aus und wurde somit Sechster. Rene Münnich ist wieder mit seinem Seat Ibiza dabei. Für das RX-Team Austria greifen Janis Baumanis und Timur Timerzyanov in die Volants der beiden Ford Fiesta.

Auf den Tribünen wird vor allem ein Fahrer im Zentrum des Faninteresses stehen: François Duval. Der Belgier hat nicht nur eine Vergangenheit in der Rallye-WM, sondern hat auch schon einige Rallycrossrennen bestritten. 2010 gewann er sogar den EM-Lauf in Belgien, als noch in Maasmechelen gefahren wurde. An diesem Wochenende sitzt er in einem Ford Fiesta von Ecurie Bayard ASBL. Der 35jährige möchte es beim Heimevent nach eigener Aussage zumindest ins Semifinale schaffen.

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