MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Leclerc Favorit für Sauber-Cockpit

Die Bestätigung von Charles Leclerc als Sauber-Pilot 2018 gilt als fast sicher. Teamchef Vasseur betont, Ericsson sei nicht gesetzt.

Charles Leclerc muss weiterhin auf eine Bestätigung seines Wechsels in die Formel-1-WM warten, der neue Formel-2-Meister gilt aber als aussichtsreichster Kandidat für eines der Cockpits bei Sauber. "Es gibt noch keine Entscheidung. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt", winkt der Monegasse ab. Zuvor darf er zumindest schon einmal einige Freitagstrainings als Vorbereitung bestreiten.

Sollte es mit dem Einstieg bei Sauber klappen, wäre Leclerc sehr glücklich, auch wenn er von Prema, dem Spitzenteam der Formel 2, zu einem Hinterbänkler wechseln würde. "Viele Topfahrer waren zu Beginn in einem kleinen Team", stört er sich nicht daran, "ich bin glücklich über ihre Arbeit, und es wäre großartig, wenn ich dort starten könnte." Er hege die Hoffnung, dass vielleicht der Sprung ins Mittelfeld klappen könnte.

Für Pascal Wehrlein hingegen sieht es nach derzeitigem Stand schlecht mit der Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere aus. Sein Sauber-Teamkollege Marcus Ericsson hat den Vorteil, dass er von den selben Investoren unterstützt wird, die auch den Rennstall finanzieren, was ihm seinen Platz sichern sollte, doch Teamchef Frédéric Vasseur betont, dass die Entscheidung keine finanzielle sein werde: "Wir haben einen langfristigen Plan und können kein Team auf Entscheidungen, die sich auf das Budget konzentrieren, aufbauen."

Zwar sei Ericsson ein wertvoller Teil des Teams, der zudem Erfahrung besitze und gut mit dem Team zusammenarbeite, doch dürfe man die Entwicklung des Unternehmens nicht mit dem Projekt eines Fahrers verquicken, stellt Vasseur klar. Der Franzose habe von den Teameignern die freie Wahl bekommen, welche Fahrer er verpflichten möchte; die Entscheidung soll in Kürze fallen.

Dass ein Ferrari-Junior ein Cockpit bekommen wird, gilt durch den Motorendeal ab 2018 als fast sicher. Gespräche mit der Scuderia darüber laufen, doch womöglich könnten gleich beide Plätze an deren Nachwuchsfahrer gehen: Ferrari würde gerne Leclerc und Antonio Giovinazzi im direkten Wettbewerb evaluieren. "Wir müssen erst über den ersten reden, dann werden wir über den zweiten sprechen, aber wir sind nicht in Eile", kündigt Vasseur an.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war

Emil-Frey-Team liefert Überraschung

Pinker Ferrari in der DTM!

Wieso der Emil-Frey-Ferrari in der DTM-Saison 2026 plötzlich pink ist, welcher Hochkaräter Jack Aitken nachfolgt und was aus dem geplanten dritten Auto wird