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Rallycross-ÖM: Wachauring II

Rallycrossfestival auf dem Wachauring

Die ÖAMTC-Fahrtechnik organisiert den vorletzten ÖM-Lauf; mit dabei ist Birgit Kuttner, die schnellste Rallycrossdame Österreichs.

Fotos: Walter Vogler

Obwohl an diesem Wochenende erst noch ein Rallycross-ÖM-Lauf im steirischen Greinbach über die Bühne geht, richten sich die Blicke auch schon auf den nur eine Woche später, also am 3. September stattfindenden vorletzten Meisterschaftslauf auf dem Wachauring in Melk. Wieder ist die ÖAMTC-Fahrtechnik mit der Ausrichtung beauftragt. Die Mannen um Rennleiter Roland Frisch und seinen Stellvertreter Thomas Leichtfried sowie den Leiter des Wachaurings Johannes Danzinger haben ihre Hausaufgaben für ihre zweite Veranstaltung im heurigen Jahr bereits gemacht.

Schon seit einigen Wochen sind wichtige Nennungen der heimischen Rallycrosselite für Melk beim Veranstalter eingegangen. Darunter befinden sich bei den Super Cars u.a. Gerald Eder, Alois Höller und Max Pucher, bei den Super Touring Cars bis 2.000 cm³ Heinz Josef Glinz, über 2.000 cm³ Matthias Brunner, Karl Schadenhofer und Michael Stoklassa, bei den Super Touring Cars bis 1.600 cm³ Daniel Karlovits, Birgit Kuttner und Thomas Mühlbacher, in der nationalen 1600er-Klasse Andreas Hungendorfer, Dominik Janisch und Robert Vogl.

Vor allem die genannte Dame hat es einmal verdient, vor den Vorhang geholt zu werden: Birgit Kuttner ist in einem Honda Civic unterwegs und liegt derzeit im Spitzenfeld der Super-Touring-Car-Starter bis 1.600 cm³. Die Niederösterreicherin, wohnhaft in Hollabrunn, begann ihre Motorsportkarriere mit dem Kartsport, den sie aber nur hobbymäßig betrieben hat. Dann wechselte sie für sieben Jahre in den Autocrosssport, in dem sie im Jahr 2006 in der ÖM-Jahreswertung der Klasse bis 1.600 cm³ den dritten Platz belegen konnte. Damit war dann aber Schluss mit dem Autocross.

Ein Freund war dann "schuld", dass Kuttner ins Rallycrosslager wechselte: "Es war Michael Albert, der Präsident des RRC 13. Er präsentierte mir den Rallycrosssport so positiv, dass ich zustimmte und im Jahr 2011 mein erstes Rennen bestritten habe; dies jedoch in der stärksten Klasse, wo ich aber mit meinem schwächeren Auto keine Chance hatte. Da ich aber als Dame im Rallycrosslager sehr positiv aufgenommen wurde, haben mein Mechaniker und ich uns entschlossen, im Jahr 2012 einen Honda Civic 1600 aufzubauen und damit bei den Supertourenwagen bis 1600 an den Start zu gehen. Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut."

Birgit Kuttner arbeitete sich in den Folgejahren systematisch nach oben, wurde in den Jahren 2015 und 2016 Klassensiegerin und dafür jeweils mit dem Vizestaatsmeistertitel belohnt: "Da ich bei den diversen Rennen neben der ÖM auch bei Rennen in der zentraleuropäischen Zone gefahren bin, wurde ich dort als schnellste und erfolgreichste Dame 2015 in Zagreb und 2016 in Bratislava ausgezeichnet. Die Preise hat mir der Präsident der FIA, Jean Todt, übergeben. Da darf man schon ein bissel stolz drauf sein."

In der aktuellen Meisterschaftstabelle vor den Rennen an diesem Wochenende in Greinbach liegt Kuttner an dritter Stelle: "Es stehen damit noch drei Rennen aus. Ich möchte natürlich diese Position noch verbessern und die beiden Mitbewerber vor mir überholen." Somit heißt es Daumendrücken für Birgit Kuttner, sowohl in Greinbach als auch am 3. September in Melk auf dem Wachauring und beim Finale Ende September in Fuglau.

Sie selbst fühlt sich pudelwohl: "Ich habe im Lauf der Jahre irrsinnig viele Freunde im Rallycrosssport kennengelernt. Was mich aber besonders freut ist, dass ich als Dame von den meisten der männlichen Mitbewerber stets voll respektiert wurde."

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