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FIA: Außenspiegel keine Aeroelemente

Spiegel und deren Befestigung dürfen nicht primär den Luftstrom lenken, heißt es in einer FIA-Direktive infolge der Causa Ferrari.

Die FIA hat klargestellt, dass am Cockpitschutz Halo befestigte Außenspiegel nur unbeabsichtigte oder minimale Auswirkungen auf die Aerodynamik der Boliden haben dürfen. Zudem müssen die Teams nachweisen, dass die Befestigungen sinnvoll sind; das heißt, der erste und einzige Zweck der Konstruktion muss es sein, die Spiegel mit dem Auto zu verbinden.

In einer Direktive des FIA-Technikchefs Nikolas Tombazis hieß es weiters: "Wir akzeptieren aber, dass die Rennställe Außenspiegel, Gehäuse und Befestigungen verwenden, die möglichst wenig negative Effekte auf die Aerodynamik haben." Um überprüfen zu können, ob diese Gratwanderung gelingt, kündigte der Automobilweltverband Tests an, bei denen die Teams einen solchen Nachweis erbringen sollen.

Wie diese Kontrollen genau aussehen werden, teilte Tombazis nicht mit, wohl aber, dass er besonders Außenspiegel, die von mehreren Streben an Halo oder Chassis gehalten werden, inspizieren will; eine Ansage in Richtung Ferrari, das am vergangenen Wochenende in Spanien mit einer solchen Lösung aufwartete und den Unmut der Konkurrenz auf sich zog.

Während die FIA der Scuderia deren Verwendung für die weitere Saison bereits untersagt hat, rechnet Tombazis mit weiteren Problemfällen. Er erwähnt Grauzonen, will allerdings keinerlei Überraschungen wie jüngst durch Ferrari mehr: "Die Entscheidung, ob Halterungen legal sind, ist bis zu einem bestimmten Punkt subjektiv. Wir würden begrüßen, wenn die Legalität neuer Designs vor dem Renneinsatz mit uns abgesprochen würde, um Ressourcen, Zeit und Geld zu sparen."

Präzisere Regeln kann es frühstens 2019 geben. Da der 30. April 2018, der spätmöglichste Zeitpunkt für Änderungen am technischen Reglement mit den üblichen Mehrheitsverhältnissen, verstrichen ist, bräuchte es dafür eine Konsensentscheidung aller Teams. Sollte sich ein Rennstall einen Vorteil erarbeitet haben, ist es unwahrscheinlich, dass es dazu kommt.

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