MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: News

Toyota wieder unter 900 Kilogramm

Eine neue Version der Equivalence of Technologies in der LMP1-Klasse soll für ein ausgeglicheneres Feld bei den 24 Stunden von Le Mans 2019 sorgen

Zum morgigen Testtag zu den 24 Stunden von Le Mans 2019 hat der Veranstalter ACO die Equivalence of Technologies (EoT) gegenüber sowohl gegenüber dem WEC-Lauf in Spa als auch gegenüber dem Vorjahr angepasst.

Toyota wird auf dem Circuit de la Sarthe 16 Kilogramm leichter auftreten als bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps 2019. Mit 888 Kilogramm ist der Toyota TS050 Hybrid aber zehn Kilogramm schwerer als bei der 2018er-Ausgabe des Langstreckenklassikers.

Den größeren Unterschied zu den LMP1-Privvatteams dürfte aber ausmachen, dass diese wie schon in Spa keine Begrenzung der Spritmenge pro Runde aufweisen, während Toyota auf den Wert von 2018 festgelegt ist.

Bei den LMP1-non-hybrids darf die Saugmotor-Fraktion acht Kilogramm gegenüber Spa wieder ausladen, nachdem man dort erst sechs Kilo zupacken musste. Gegenüber Sebring sind Rebellion Racing, ByKolles und DragonSpeed nun zwei Kilogramm leichter, gegenüber Le Mans 2018 sogar deren 27. SMP Racing bleibt nach dem starken Spa-Auftritt unverändert bei 833 Kilogramm.

Die Equivalence of Technologies hat in der "Supersaison" 2018/19 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) einen langen Weg hinter sich. Toyota hatte sich für die Saison unter der Bedingung eingeschrieben, auf eine Runde gesehen 0,25 Prozent schneller zu sein als die Privatiers. Das entspricht 0,5 Sekunden auf eine Runde in Le Mans.

Da es keine Vergleichsdaten gab, musste der ACO ins Blaue schießen. Die LMP1-Privatteams bekamen über die Saison hinweg immer mehr Zugeständnisse. Vor den 6 Stunden von Fuji erklärte sich Toyota bereit, den Vorteil von 0,25 Prozent streichen zu lassen, für Le Mans sollte er aber wieder eingeführt werden.

Vergangenes Jahr war die schnellste Runde eines LMP1-Privatteams 3,4 Sekunden langsamer als von Toyota. Die EoT-Änderungen und zwischenzeitliche Weiterentwicklungen der damals noch recht neuen Non-Hybrids sollten dafür sorgen, dass der Unterschied diesmal geringer ausfällt. ACO-Chef Pierre Fillon versprach bereits ein wesentlich engeres Rennen als 2018.

Bei den 6 Stunden von Spa ist ein 1,4-Sekunden-Vorteil für Toyota aus 2018 beim Rennen Anfang Mai auf 0,6 Sekunden reduziert worden.

Einstufungen LMP1 24 Stunden von Le Mans 2019 - Testtag

In Klammern die Werte im Vergleich zu Spa 2019/Le Mans 2018, bei max. Energie pro Runde nur im Vergleich zu Le Mans 2018

LMP1 Hybrid
Fahrzeuggewicht: 888 Kilogramm (-17/+10)
Max. Energie pro Runde: 124,9 Megajoule pro Runde (+-0)
Max. Kraftstoffdurchfluss: 80 Kilogramm pro Stunde (+-0/+-0)
Max. Kraftstoffmenge pro Stint: 35,1 Kilogramm (+-0/+-0)
Max. Rohrdurchmesser Nachtanken: 19,0 Millimeter (-1,4/+-0)

LMP1 non-hybrid - Saugmotoren
Fahrzeuggewicht: 816 Kilogramm (-8/-17)
Max. Energie pro Runde: unbegrenzt (+unendlich)
Max. Kraftstoffdurchfluss: 115 Kilogramm pro Stunde (+-0/+7)
Max. Kraftstoffmenge pro Stint: tba
Max. Rohrdurchmesser Nachtanken: tba

LMP1 non-hybrid - Turbomotoren
Fahrzeuggewicht: 833 Kilogramm (+-0/+-0)
Max. Energie pro Runde: unbegrenzt (+unendlich)
Max. Kraftstoffdurchfluss: 115 Kilogramm pro Stunde (+-0/+7)
Max. Kraftstoffmenge pro Stint: tba
Max. Rohrdurchmesser Nachtanken: tba

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Adrian Newey über Upgrade & Alonso-Verbleib

Aston-Martin-Upgrade in Ungarn wird "ein großer Schritt"

Adrian Newey hofft auf einen Verbleib von Fernando Alonso bei Aston Martin - doch dafür müsse ihm der richtige Weg aufgezeigt werden. Am besten mit dem Upgrade, das in Ungarn eingesetzt wird und ein "großer Schritt" sein soll...

Red Bulls neues Update funktioniert: Max Verstappen kämpfte in Spielberg erstmals um den Sieg, doch Strategie, Verkehr und Mercedes verhinderten den großen Coup

Preining rechnet mit BoP ab

"Bin kurz davor aufzuhören!"

Porsche-Pilot Thomas Preining geht hart mit der BoP ins Gericht und deutet seinen Rücktritt an: Warum ihn sogar die "Köche aus dem Catering" überholen würden

GP von Österreich: Qualifying

Kontroverse Russell-Pole nach Verstappen-Crash

George Russell fährt in letzter Sekunde zur Pole, doch weil aufgrund eines Unfalls von Max Verstappen Gelb war, gibt es Fragezeichen über die Bestzeit

Rallycross Fuglau

Heiße Duelle in Fuglau

Länderspiele beim MTL-Rallycross von Fuglau. Dank dem internationalen Starterfeld gab es Siege für die Österreicher, Ungarn und Tschechen. In der Königsklasse der Supercars sorgte Lokalheld Norman Ganser für die Schlagzeilen des Wochenendes.