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DTM 2022 mit Red Bull und Ferrari Aufatmen in der DTM: Red Bull bleibt mit den AF-Corse-Ferrari-Boliden an Bord
Red Bull

DTM 2022 mit Red Bull und Ferrari: AF-Corse-Ausstieg abgewendet!

Red Bull und Ferrari haben sich nach dem drohenden Ausstieg nun doch zu einer Fortsetzung des DTM-Projekts entschieden: Wie Berger & Co. das Wunder gelang

Verfrühtes Weihnachtsgeschenk für DTM-Boss Gerhard Berger: Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' haben sich Red Bull und Ferrari dazu durchgerungen, der Traditionsserie nun doch nicht den Rücken zu kehren und auch 2022 mit dem gemeinsamen AF-Corse-Projekt anzutreten.

"Die Entscheidung ist gefallen", ist aus Red-Bull-Kreisen zu hören. "Wir gehen mit Ferrari und AF Corse nächstes Jahr wieder in der DTM an den Start. Und zwar mit den zwei Autos - Red Bull und AlphaTauri."

Mit welchen Piloten man plant, ist aktuell noch ungewiss. Diese offene Frage soll aber noch dieses Jahr geklärt und kommuniziert werden.

Zeichen standen auf Ausstieg

Die Fortsetzung des DTM-Projekts kommt durchaus überraschend, denn nach dem kontroversen DTM-Finale auf dem Norisring, bei dem AF-Corse-Titelfavorit Liam Lawson von Abt-Audi-Herausforderer Kelvin van der Linde abgeschossen wurde und dann durch die Mercedes-AMG-Herstellertaktik auch noch den Titel verlor, standen die Zeichen auf Abschied.

"Das hat jetzt ein bisschen eine andere Dynamik genommen als es eigentlich geplant war", meinte Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko damals in Bezug auf das Saisonfinale. "Jetzt muss man das einmal in Ruhe analysieren."

Und auch bei Ferrari war man äußerst verschnupft. Der Tenor in Maranello: In der DTM könne man nur Meister werden, wenn man ein deutscher Hersteller ist.

So gelang Berger und Elsner der Ferrari-Umschwung

Doch wie ist es nun gelungen, die beiden Big Player in der DTM an Bord zu halten? Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' bemühen sich DTM-Boss Gerhard Berger und DTM-Manager Frederic Elsner in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen intensiv darum, das Gemeinschaftsprojekt zu retten und die Entscheidungsträger von einem Verbleib zu überzeugen.

Elsner reiste vor eineinhalb Wochen auf Einladung von Ferrari zum Finali Mondiali, dem traditionellen Weltfinale der Scuderia, das am 20. und 21. November in Mugello stattfand. Die Gespräche mit Ferrari-Entscheidungsträgern in Italien sollen durchaus positiv verlaufen sein. Den Grundstein hatte aber bereits DTM-Boss Berger gelegt, der direkt mit Ferrari-Präsident John Elkann sprach, um einen Meinungsumschwung herbeizuführen.

Zudem trieb die DTM-Dachorganisation ITR seit dem Saisonfinale ein Verbot der Teamorder voran und bemühte sich zuletzt beim Reglement-Workshop in Kitzbühel darum, einen entsprechenden Passus im Regelbuch für 2022 zu verankern. Damit will man nicht nur unsportliches Verhalten verhindern: Eine entsprechende Regelung soll es auch Marken wie Ferrari ermöglichen, in der DTM erfolgreich zu sein, ohne dafür zahlreiche Boliden einsetzen zu müssen.

Red-Bull-Verbleib wichtiges Signal für DTM-Zukunft

Noch wichtiger waren aber Bergers Gespräche mit den Red-Bull-Entscheidungsträgern Marko und Dietrich Mateschitz. Denn während Ferrari das AF-Corse-Projekt zwar 2021 unterstützt hat, wird die Finanzierung großteils vom österreichischen Energy-Drink-Konzern getragen. Ohne die Zustimmung seiner Landsleute wäre also eine Fortsetzung des Projekts nicht möglich gewesen.

Und nicht nur das: Mateschitz' Weltkonzern ist für Berger auch über das Projekt hinaus ein wichtiger Partner, da man die DTM 2021 bei der Durchführung der Events und im Hospitality-Bereich tatkräftig unterstützte. Die Fortsetzung des Red-Bull-Ferrari-Teams ist bei Bergers Bemühungen, die DTM nach dem ersten Jahr als GT3-Premiumserie weiter zu etablieren, ein wichtiger Eckpfeiler.

Überschneidungen sorgen für schwierige Fahrerwahl

Nun darf man gespannt sein, mit welchen Fahrern das AF-Corse-Team 2022 an den Start gehen wird. Lawson wird sich voll auf die Formel 2 konzentrieren, während Alex Albon bei Williams sein Formel-1-Comeback feiert.

Zudem gibt es zwischen Formel 2/Formel 3 und der DTM kommende Saison gleich fünf Terminkollisionen. Dadurch hat Red Bull kaum noch die Möglichkeit, eigene Formel-Nachwuchspiloten wie Lawson in der DTM einzusetzen, damit diese neben Renneinsätzen auch zusätzliche Erfahrung im Umgang mit den Medien sammeln.

Und auch die Kalender von DTM und Formel E überschneiden sich zweimal, wodurch Virgin-Pilot Nick Cassidy nur bedingt als Kandidat infrage kommt.

Motorsport-Total.com

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