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Ecclestone über Las Vegas Bernie Ecclestone hat Zweifel an der Wirtschaftlichkeit eines Formel-1-Rennens in Las Vegas
Warner Bros.

Ecclestone über Las Vegas: Warum so viel Geld bezahlen, wenn ...?

Die Formel 1 gastiert zum dritten Mal in ihrer Geschichte in Las Vegas, Ex-Formel-1-Oberhaupt Bernie Ecclestone zweifelt jedoch an der langfristigen Wirtschaftlichkeit

Am kommenden Wochenende wird die Formel 1 zum ersten Mal seit 1982 ein Rennen in Las Vegas ausgetragen. Während man 1981 und 1982 zweimal auf dem "Parkplatz" des Caesars Palace fuhr, wird man 2023 zum ersten Mal den legendären Strip der Stadt benutzen. Das Rennen in der Wüste Nevadas wird seit Monaten mit großer Spannung erwartet und soll neue Maßstäbe in Sachen Show setzen.

Im Vorfeld gibt es jedoch immer mehr Unruhen und Kritik zum Rennen. Einerseits hat die Formel 1 mit den Streckenaufbauarbeiten den Unmut der heimischen Bevölkerung auf sich gezogen und andererseits scheint die Nachfrage am Rennen nicht so hoch wie erwartet zu sein. Die horrenden Ticket- und Hotelpreise sind in den letzten Wochen um rund 50 Prozent gefallen, da es immer noch genug freie Kapazitäten gibt.

Bernie Ecclestone, der ehemalige Formel-1-Boss, ist sich ebenfalls nicht sicher, ob das Rennen in Las Vegas aus finanzieller Sicht ein Erfolg darstellen wird. Als eines der wenigen Rennen neben Miami wird Liberty Media selbst als Teilpromoter auftreten und damit das finanzielle Risiko des Kartenverkaufs tragen. Zudem musste man bereits mehrere hundert Millionen Dollar, unter anderem in die Boxenanlage, im Vorfeld investieren.

Ecclestone: "Das letzte, worüber sie sich Gedanken machen, ist das Rennen selbst"

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters meint der 93-Jährige: "Ich hoffe, dass es ein Erfolg wird, aber ich bin mir nicht sicher, ob es von Dauer sein wird", so Ecclestone. "Ich denke, das letzte, worüber sie [Liberty Media] sich Gedanken machen, ist das Rennen selbst."

"Höchstwahrscheinlich wird es dieses Mal so viele Zuschauer geben, wie man nur bekommen kann. Ob das so bleibt, vor allem bei den Preisen ... Warum sollten die Leute so viel Geld für Vegas bezahlen, wenn sie nach Austin fahren können, wo alles viel, viel besser und viel einfacher ist? Sie haben einen kleinen Kampf vor sich. Ich hoffe, dass sie gewinnen, aber ich würde nicht mein Geld darauf setzen wollen."

Warum Las Vegas nach 1982 aus dem Kalender verschwand

Zudem erklärt Ecclestone, warum die erste Ausgabe eines Formel-1-Rennens in Las Vegas 1981 und 1982 nicht von Erfolg gekrönt war: "Das einzige Problem beim letzten Mal war, dass wir nicht auf dem Strip fahren konnten, was ich eigentlich machen wollte", sagt er.

"Ich wollte sicherstellen, dass jeder, der den Fernseher einschaltet, weiß, dass er in Vegas und nicht in der Wüste ist. Sie versprachen mir: 'Ja, wir können das machen.' Im ersten Jahr liefen wir in diesem Bereich, dem Parkplatz des Caesars Palace, oder einem Teil davon, aber wir hatten die Zusage, dass wir im nächsten Jahr das machen könnten, was mir vorschwebte."

"Aber dazu kam es nicht, weil die Leute in Vegas, alle Hotels, nicht einsehen konnten, dass es für sie von Vorteil sein würde. Deshalb sind wir [nach 1982] nie wieder nach Vegas zurückgekehrt."

Motorsport-Total.com

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