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Überraschung im Madrid-Qualifying Lando Norris sicherte sich die erste Poleposition in der Formel 1 auf dem Madring
LAT Images

Norris verdrängt Antonelli von der Pole!

Lando Norris steht beim Grand Prix von Spanien 2026 auf Poleposition, vor Kimi Antonelli und Max Verstappen - Lewis Hamilton fällt von P1 auf P4 zurück

Das erste Formel-1-Qualifying auf dem brandneuen Madring auf dem Messegelände in Madrid endete mit einer Überraschung: Nicht etwa Topfavorit Kimi Antonelli auf Mercedes sicherte sich die Poleposition für den Grand Prix von Spanien 2026, sondern Lando Norris (McLaren), den nach den Freien Trainings nur die wenigsten Experten auf dem Zettel hatten.

Im ersten Run hatte es zunächst nach einer anderen Überraschung gerochen: Lewis Hamilton (Ferrari) legte 1:32.079 Minuten vor und führte 0,061 Sekunden vor Antonelli und 0,186 Sekunden vor George Russell (Mercedes). "Das war eine schöne, starke Runde", lobte Formel-1-Experte Alexander Wurz in der Live-Übertragung des ORF. "Dass Lewis das kann, wissen wir. Aber das Auto scheint es auch zu können."

Ein spannender zweiter Run war so oder so angerichtet, denn zwischen Hamilton (P1) und Liam Lawson (P8) lagen nur 0,554 Sekunden. Wurz freute sich auf das große Finale: "Jetzt gibt's nur noch maximales Risiko. Jetzt gibt es kein Zurückhalten mehr."

Vor allem nicht für Antonelli: Absolute Bestzeit im ersten, persönliche Bestzeit im zweiten Sektor - und am Ende in 1:31.835 Minuten eine neue Zwischenführung. Als alles schon nach der erwartbaren Mercedes-Pole roch, kam aber fast aus dem Nichts Norris daher: 1:31.824 Minuten - und damit Startplatz 1 für den Grand Prix von Spanien 2026!

Norris kam ins Schwärmen: "Ich bin überrascht. Das war eine der besten Runden, die ich je gefahren bin. Ich bin überglücklich. Es war eine dieser Runden, wo du am Ende auf die Zeit schaust, und dann denkst du dir: 'Scheiße, das war richtig gut!'"

Auch Wurz konnte angesichts dieser Leistung nur staunen: "Stark. Sensationell, mit wie viel Risiko Norris da hingehalten hat. Mit einem Auto, das nicht so schnell ist wie die Konkurrenz. Der hat heute eine Megarunde aus sich und dem McLaren herausgequetscht."

Als Norris über der Linie war, hieß es noch kurz zittern, bis auch Max Verstappen (Red Bull) seine Runde beendet hatte. Doch Verstappen fehlten 0,140 Sekunden, und er belegte hinter Norris und Antonelli den dritten Platz. Hamilton wurde Vierter, Charles Leclerc (beide Ferrari) Fünfter und Russell Sechster.

Oscar Piastri (McLaren), Liam Lawson (Red Bull), Franco Colapinto (Alpine) und Arvid Lindblad (Racing Bulls) komplettierten die Top 10.

Q1: Schrecksekunden für Antonelli und Russell

Für die beiden Mercedes-Fahrer begann das Madring-Qualifying in Q1 mit kleinen Schrecksekunden. Antonelli rutschte in Kurve 17 in die Auslaufzone, konnte aber einen Einschlag verhindern - wohingegen Russell zwischen Kurve 20 und 21 zu weit nach außen getragen wurde und die Mauer touchierte. "Wenn wir safe sind, sollten wir an die Box kommen, um das Auto zu prüfen", funkte er.

Und beide Mercedes waren safe, verließen sich aber nicht darauf: Antonelli steigerte sich von 1:33.566 auf 1:33.267 Minuten und sicherte sich Platz 2, Russell von 1:33.594 auf 1:33.211 Minuten - und war damit sogar Schnellster. Dritter wurde in Q1 überraschend Lawson (+0,099), aber wichtig war zum Auftakt nur, den Top-16-Cut zu meistern.

Das schafften ausgerechnet die beiden heimischen Stars nicht: Carlos Sainz (Williams), offizieller Botschafter des Madring, war um 0,005 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Alexander Albon und scheiterte als Q1-17. hauchdünn, während Fernando Alonso (Aston Martin) als 18. ausschied.

Keine Q1-Zeit setzten Oliver Bearman (Haas) und Lance Stroll (Aston Martin). Bei Bearman konnte nach seinem Crash im Abschlusstraining das Chassis nicht rechtzeitig repariert werden, während bei Stroll ein Problem mit dem Wasserdruck vorlag. Außerdem muss der Kanadier den Grand Prix am Sonntag wegen eines Powerunit-Wechsels ohnehin von ganz hinten in der Startaufstellung in Angriff nehmen.

Q2: Dabei hat es für Hülkenberg so gut ausgesehen ...

Im ersten Q2-Run setzte zunächst Verstappen ein Ausrufezeichen: Er unterbot die bis dahin stehenden Bestzeiten des Mercedes-Duos und setzte sich in 1:32.557 Minuten auf Platz 1. Die Alpines hingegen hatten ihre erste schnelle Runde abgebrochen und waren dementsprechend zur Halbzeit die einzigen Teilnehmer ohne Zeit.

Unglücklich verlief Q2 für Nico Hülkenberg (Audi): Nach dem ersten Run lag er noch auf Platz 9, vermeintlich sichere 0,236 Sekunden vor Lindblad. Doch sowohl Colapinto als auch Lindblad konnten sich im zweiten Run deutlich steigern, und so fehlten Hülkenberg am Ende 0,019 Sekunden. Das bedeutete den undankbaren elften Platz, 0,165 Sekunden vor Teamkollege Gabriel Bortoleto.

Verärgert war Pierre Gasly im zweiten Alpine: Der Polesetter von Monza verlor im letzten Sektor mehr als eine halbe Sekunde auf Colapinto und schied als 14. aus. "Kein Grip", schimpfte er am Boxenfunk, und: Im Vergleich zum Abschlusstraining sei das Auto nicht mehr wiederzuerkennen.

Esteban Ocon (Haas) belegte Platz 13, Yuki Tsunoda (Racing Bulls) wurde 15., und Albon 16. Und an der Spitze konnte Verstappen die Bestzeit nochmal steigern. Er beendete Q2 vor Antonelli, Hamilton, Leclerc und Lawson. So eindeutig wie noch nach den Freien Trainings sah die Favoritenrolle für Mercedes jetzt nicht mehr aus.

Motorsport-Total.com

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