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Bridgestone: neue Mischung, alte Erfolge?

Der japanische Reifenhersteller will in Spielberg an die jüngsten Ergebnisse von Spanien anknüpfen - für den A1-Ring wurde ein komplett neuer Pneu entwickelt.

Bernhard Eder

Entscheidende Saison-Phase...

Die nächste Runde im Reifenkrieg Bridgestone vs. Michelin findet auf dem A1-Ring statt. Bislang steht´s nach Saisonsiegen 4:1 für die Japaner, in Österreich will man der Konkurrenz aus Frankreich neuerlich das Nachsehen geben.
Was Bridgestone-Motorsport-Direktor Hiroshi Yasukawa besonders freut: zuletzt in Spanien war nicht nur Nr.1-Team Ferrari stark. "Es war wunderbar, letzten Sonntag mit drei unserer Teams feiern zu können – Arrows holte seinen ersten Saisonpunkt, Sauber hatte beide Autos in den Top-Sechs."

Ähnlich wie Ferrari betont Bridgestone, sich nicht auf den Lorbeeren der bisherigen Erfolge ausruhen zu wollen. Yasukawa: "Nach fünf Rennen bin ich sehr zufrieden mit unserer Leistung und der Wettbewerbsfähigkeit, die wir gezeigt haben."

"Aber wir kommen jetzt in eine entscheidende Phase der Saison: wir müssen weiterhin alles geben, zwei oder drei starke Rennen dürfen uns nicht in die Köpfe steigen. Deshalb werden wir unsere bisherigen Erfolge aus unseren Köpfen gestrichen haben, sobald wir in Österreich ankommen."

Für den A1-Ring hat Bridgestone komplett andere Reifen entwickelt, wie Technik-Direktor Hisao Suganuma erklärt: "Der A1-Ring ist eine Strecke, die sich vom Circuit de Catalunya grundlegend unterscheidet. Der Asphalt ist glatt und bietet wenig Grip - jene Reifen, die man für Strecken mit viel Grip verwendet, werden für die anspruchsvollen Kurven des A1-Rings nicht ausreichen."

"Das ’Graining’ der Vorderreifen, also die Abnützung von außen her, ist in Österreich ein Problem, die Strecke hat außerdem eine Tendenz zum Untersteuern. Der Gummi muss stark sein und über eine gute Haftung verfügen. Wichtigstes Ziel ist es, das Untersteuern zu reduzieren und den Autos gute Traktion aus den Kurven heraus zu bieten. Was die Strategie betrifft, erwartet ich ein Ein-Stopp-Rennen."

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