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Grand Prix von San Marino gefährdet?

Nach Österreich und Belgien könnte nun auch Italien einen GP verlieren. Während Monza gesichert scheint, könnte Imola schon 2004 aus dem Kalender verschwinden.

Weil die Formel 1 – nicht zuletzt wegen des EU-Tabakwerbeverbots – immer mehr neue Märkte erschließt und schon nächstes Jahr in Bahrain und China fahren wird, stehen jene Länder, die zwei Rennen austragen – also Italien und Deutschland – mit auf der Abschussliste. Zwar gibt es in Deutschland noch keine konkreten Anzeichen, die Gerüchte um eine Streichung von Imola erhärteten sich aber nach dem wenig spektakulären Grand Prix am letzten Sonntag.

Gegen Imola spricht einerseits das EU-Tabakwerbeverbot, andererseits die Streckenführung, die nach den Tragödien von 1994 überhastet so mit Schikanen vollgestopft wurde, dass nun kaum mehr Überholmöglichkeiten vorhanden sind. Zwar kommen viele Fahrer immer noch gerne nach Imola, es mehren sich aber seit einigen Jahren auch die kritischen Stimmen.

"Imola", bestätigte FIA-Präsident Max Mosley gegenüber 'Autosport', "ist eines der Rennen, welches zur Debatte steht, weil wir die Anzahl der Rennen in Europa aus diversen Gründen reduzieren müssen. Andererseits ist es die Heimat von Ferrari, es gibt so viel Tradition und die Zuschauer sind sehr enthusiastisch, wenn sie denn kommen. Ich hoffe, dass Imola überleben wird, aber das steht momentan unter einem Fragezeichen."

Theoretisch könnte Spa – heuer ja nicht mehr auf dem Kalender – 2004 für Imola einspringen, falls sich die belgische Regierung verspätet doch noch dazu entschließen sollte, das nationale Tabakwerbeverbot an das der Europäischen Union anzupassen. Dafür spricht auch, dass an die Strecke in den Ardennen sicher viele Fans kommen würden, wohingegen die Tribünen in Imola am vergangenen Wochenende erschreckend leer geblieben sind.

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