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Alonso durfte in den Chrompfeil steigen

Quasi über Nacht einigten sich Renault und McLaren über eine vorzeitige Entlassung des Weltmeisters. Bei dessen Jerez-Test gibt es strenge Auflagen...

Noch Anfang dieser Woche hatte Renault-Teamchef Flavio Briatore in einem Interview verdeutlicht, dass er keinen Anlass sieht, Fernando Alonso vorzeitig aus seinem bis Jahresende laufenden Vertrag zu entlassen, doch die Formel 1 ist bekanntlich ein schnelllebiges Geschäft: Wider erwarten darf der amtierende Weltmeister schon heute den "Silberpfeil" testen.

Zustande gekommen ist dieser Last-Minute-Deal zunächst durch ein Treffen von Alonso-Manager Luis Garcia-Abad mit hochrangigen McLaren-Mercedes-Vertretern am Montag in London. Anschließend wurde auf höchster Managementebene bis gestern Nacht verhandelt, ehe die Freigabe von Renault kam - wenn auch unter Auflagen: Das Auto des Spaniers darf keine Sponsorenaufkleber tragen, außerdem muss eine Ablösesumme überwiesen werden.

Alonso selbst befindet sich schon seit gestern im Nobelhotel 'Montecastillo' in unmittelbarer Nähe der Strecke in Jerez, wo er sich gemeinsam mit seinem Vater mental auf seinen Einstand im "Silberpfeil" vorbereiten konnte. Bis in die späten Abendstunden hinein wusste er jedoch noch nicht einmal selbst, ob es mit dem Test schlussendlich wirklich klappen würde. Heute Morgen darf er jedoch tatsächlich erstmals im MP4-21 mit Bridgestone-Reifen Platz nehmen.

Weil noch so gut wie keine neuen Komponenten am 2006er-"Silberpfeil" sind, hat der Test eher psychologische Bedeutung - und er gibt dem 25-Jährigen die Chance, sich frühzeitig mit den für ihn neuen Pneus anzufreunden. Außerdem werden sich ihm erste Vergleichsmöglichkeiten zwischen seinem Weltmeisterauto und dem MP4-21 bieten - nicht unwichtig, schließlich hätte er ansonsten erst ab Mitte Januar ernsthaft in den Testbetrieb eingreifen können.

Strenge Auflagen

Wider Erwarten darf Fernando Alonso heute in Jerez de la Frontera doch erstmals für McLaren-Mercedes testen, wenn auch nur unter strengsten Auflagen, die zwischen seinem Noch-Arbeitgeber Renault und den "Silberpfeilen" ausgehandelt wurden.

So mussten die McLaren-Mercedes-Mechaniker Berichten zufolge schon um 5:00 Uhr morgens vor Ort sein, um diverse Absperrungen im Bereich der Garage aufzustellen und die Sponsorenaufkleber vom Auto zu entfernen. Außerdem wurden die anwesenden Fotografen gebeten, vom Doppelweltmeister keine Fotos zu machen, wenn er sich frei und ohne Helm in der Boxengasse bewegt. Wahrscheinlicher Hintergrund: Renault möchte den scheidenden Zögling nicht vor Ablauf des Vertrags am 1. Januar mit Sponsorenlogos eines anderen Teams in Verbindung bringen.

Auch rein optisch bot sich bei Alonsos erster Ausfahrt am heutigen Tag ein gewöhnungsbedürftiges Bild, denn der 25-Jährige ist mit einem grauen Rennoverall und einem blütenweißen Helm unterwegs, der kurzfristig aufgetrieben werden musste...

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