MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel-1-Testfahrten Barcelona McLaren-Schriftzug, Barcelona-Testfahrten 2013

MES verspricht bessere Software

Die neue McLaren-Einheitselektronik soll bis zum Saisonstart tadellos funktionieren, denn Kinderkrankheiten bereiten Kopfschmerzen.

In Jerez erlebten die Formel-1-Teams ihr blaues Wunder: Statt Unmengen von Daten erschien auf den Bildschirmen der Laptops — nichts. Der Schuldige war schnell ausgemacht: McLaren Electronic Systems (MES), der Lieferant für die standardisierte Motorelektronik. Der Chef des mit dem Formel-1-Team verbundenen Unternehmens erklärt im Gespräch mit Pitpass die Hintergründe des Malheurs, das beim Testen Sorgenfalten verursachte.

MES-Geschäftsführer Peter van Manen spricht davon, dass eine bewährte Lösung ersetzt wurde: "Es gibt eine neue ECU für 2013, die das Teil ersetzt, das fünf Jahre lang in den Formel-1-Autos eingesetzt worden ist." Bei McLaren wollte man frühzeitig eine Neuerung durchführen, um für die V6-Turbozukunft gerüstet zu sein und genügend Zeit für den Feinschliff zu haben: "Diese neue Einheit soll nicht nur mit den V8-Motoren arbeiten, sie ist auch für die neuen Antriebsstränge ab 2014 vorgesehen."

Van Manen macht keinen Hehl daraus, dass mit der ECU nicht alles rund läuft: "Es sind komplexe Systeme, und obwohl wir ausgiebig im Labor und auf dem Prüfstand getestet haben, gibt es nicht zu leugnende Kinderkrankheiten, die bei den Tests auf der Strecke sondiert werden müssen." Das allerdings ist nicht im Interesse der Teams, die sich vor der Saison in nur drei Testblöcken optimal für den Auftakt in Australien in Schuss bringen wollen – da führt am großen Datensammeln kein Weg vorbei.

Ergo haben in Barcelona alle Rennställe auf die alte ECU zurückgerüstet, um sich ohne Einschränkungen vorzubereiten. Der MES-Geschäftsführer will das nicht zur Dauerlösung machen: "Die FIA, die Teams, die Motorenhersteller und MES arbeiten zusammen, um sicherzustellen, dass die Systeme für Melbourne in gutem Zustand sind."

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel-1-Testfahrten Barcelona

Weitere Artikel:

"Lange auf meiner Wunschliste"

Verstappen startet bei 24h Nürburgring

Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant

Verstappen mit neuer Kritik

"Das mache ich, wenn ich Mario Kart spiele"

Nach dem Formel-1-Saisonauftakt in Australien hat Max Verstappen noch einmal mit Kritik am neuen Reglement nachgelegt und einen Vergleich mit Mario Kart gezogen

Die neuen Regeln sollte die Formel 1 für Hersteller attraktiver machen, Doch nach dem Aus von Renault und der Krise bei Honda stellt sich die Frage: War es das wert?

GP von Australien: Bericht

Russell gewinnt F1-Auftakt in Australien!

Ferrari machte George Russell das Leben in der Anfangsphase richtig schwer, am Ende war es für Mercedes aber der erwartete Auftaktsieg in Australien

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war