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Formel 1: News

Grand Prix von Frankreich kehrt zurück

Der Circuit Paul Ricard in Le Castellet soll ab 2018 in den Formel-1-Rennkalender zurückkehren – Fünfjahresvertrag schon am Montag?

Ab der Saison 2018 soll der Grand Prix von Frankreich in den Formel-1-Kalender zurückkehren. Wie Radio Monte Carlo berichtete, würde der Circuit Paul Ricard in Le Castellet einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen, um sich das Rennen zu sichern. Offiziell präsentiert werden solle das Projekt am Montag; finanziert würde es ausschließlich von der Region Provence-Alpes-Côte d´Azur, nicht mit Staatsgeldern aus Paris, was zuletzt größtes Hindernis für ein Comeback war.

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone ließ im Gespräch mit reuters bereits Einvernehmen durchblicken: "Ja, ich denke, es wird passieren." Wie es in dem Artikel weiter heißt, sei der frühere Formel-3-Rennfahrer und heutige Präsident der Region Christian Etrosi federführend gewesen. Auch McLaren-Rennleiter Éric Boullier, ebenfalls seit geraumer Zeit auf eine Rückkehr erpicht, hätte sich für das bislang geheim gehaltene Unterfangen eingesetzt.

Als Termin für 2018 hätten die Verantwortlichen entweder Ende August oder Anfang September ins Auge gefasst, mutmaßlich also um den gewohnten Deutschland-Termin herum oder in zeitlicher Nähe zu Belgien und Italien. Man wollte Synergien mit anderen Grands Prix nutzen und würde es in Erwägung ziehen, die Organisation komplett an die Kollegen aus Monaco oder Belgien abzutreten, meldete RMC.

Indes stritt Ecclestone ab, mit einem solchen Deal bloß Eigeninteressen zu verfolgen; immerhin ist seine Bambino-Stiftung über eine französische Tochterfirma der Besitzer des Circuit Paul Ricard. "Es hat damit nichts zu tun. Die Strecke wird an Leute vermietet, die als Promoter auftreten werden", wies der Zampano jegliche Kritik zurück.

Sollte sich die Meldung bewahrheiten, wäre sie für Zuschauer in anderen europäischen Ländern nicht unbedingt ein Segen: Ein weiteres Rennen in Europa im ohnehin schon prall gefüllten Kalender würde vor allem die Organisatoren in Hockenheim und am Nürburgring, wohin die WM eines Tages zurückkehren sollte, noch mehr unter Druck setzen – insbesondere, falls es im Sommer stattfinden sollte. Gleiches gilt wohl für die angezählten Veranstaltungen in Großbritannien, Kanada und Brasilien.

Der bisher letzte Grand Prix von Frankreich der Formel 1 fand in der Saison 2007 in Magny-Cours statt. Seit 1950 hatte die Serie auch in Reims, Rouen, Clermont-Ferrand, Dijon, Le Mans und eben Le Castellet Rennen ausgetragen. Der unverwechselbare Kurs im Département Var ist seit vielen Jahren für seine asphaltierten Auslaufzonen bekannt, die ihn einst zum Pionier in Sachen Sicherheit gemacht haben, ihm aber den Charme einer Betonwüste verleihen. Nicht erst seit seiner Neuausrichtung als Teststrecke verfügt er über unzählige Variationsmöglichkeiten.

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