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Formel 1: Interview

Vasseur: Pilot muss motivieren können

Renault-Teamchef Frédéric Vasseur stellt die Entscheidung über den Fahrerkader 2017 der Franzosen für Anfang September in Aussicht.

In der Formel-1-WM fügen sich derzeit die vielen Puzzleteile für die Saison 2017 zu einem Bild: Die begehrtesten Cockpits sind vergeben, die Verträge der Toppiloten unter Dach und Fach. In den hinteren Reihen könnten sich für Fahrer noch Möglichkeiten ergeben, beispielsweise bei McLaren oder Williams. Völlig offen ist die Aufstellung derzeit nur bei Renault. Beim französischen Werksteam mit Hauptsitz in Großbritannien müssen sowohl Kevin Magnussen als auch Jolyon Palmer um ihr Cockpit zittern.

Die Franzosen wollen sich bei der Fahrerwahl für die Saison 2017 noch etwas Zeit lassen. "Wahrscheinlich werden wir aber Anfang September soweit sein", meint Teamchef Frédéric Vasseur gegenüber der offiziellen Website der WM. In Enstone bzw. Viry-Châtillon betrachtet man die verfügbaren Optionen ganz genau. "Die Fahrer sind sehr wichtig", so der Renault-Rennleiter, die Vergangenheit halte viele entsprechende Beispiele parat.

"Man schaue sich die Erfolgsgeschichten mal an. Erfolg wurde immer um einen Fahrer herum entwickelt. Schumacher bei Ferrari, Vettel und Red Bull, Lewis und Mercedes und früher auch Alonso mit Renault", nennt Vasseur einige jüngere Beispiele. "Dabei geht es nicht nur um Leistung, sondern auch um Führungsqualitäten." Die rund 1.000 Mitarbeiter des Renault-Werksteams bräuchten jemanden, der emotionale Führungsqualitäten besitze. "Ein Fahrer, der super motiviert ist und die Mannschaft genauso super motiviertd – das gehört zu den Aufgaben eines Piloten", meint der Teamchef.

Ob die aktuellen Piloten Magnussen und Palmer diese Rolle ausfüllen können, ist derzeit fraglich. "Es ist sowieso für beide schwierig. Beide sind aus der Vergangenheit an Siege gewöhnt, nun haben sie auf solche Erfolge keine Chance", weiß Vasseur. "Beide sind auf einem guten Weg. Man darf nicht vergessen, dass Jolyon ein Rookie ist und Kevin erst eine Saison in der Formel-1-WM bestritten hat – und die ist auch schon zwei Jahre her." Als mögliche Neuzugänge werden Esteban Ocon (Manor) und Sergio Pérez (Force India) gehandelt.

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