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Formel 1: News

Massa: FW38 als Abschiedsgeschenk

Nach seinem Abgang in Brasilien wird es für Felipe Massa ein zweites Mal emotional: Bei einer Abschiedsparty bekommt er seinen Williams-Boliden geschenkt.

Seinen emotionalen Abschied hat Felipe Massa nach seinem Unfall in Brasilien schon bekommen, als er mit Standing Ovations in der Boxengasse empfangen wurde und seine Familie umarmen konnte. Doch seinen Abgang feiert der Brasilianer erst an diesem Wochenende, wenn in Abu Dhabi für ihn der Vorhang fällt. Am Samstag stand schon einmal sein letztes Qualifying auf dem Programm, das er mit dem Q3-Einzug passend beendete.

Denkt er an seinen endgültigen Rücktritt, dann freut er sich auf den Grand Prix morgen: "Das Gefühl wird schön sein, aber es wird schwierig sein, das gleiche wie in Brasilien zu fühlen", erklärt er in Abu Dhabi. "Brasilien ist mein Heim-Grand-Prix, und da gibt es immer viele Dinge zu tun. Es gibt auch hohe Erwartungen. Hier ist es definitiv entspannter", sagt er. "Aber ich werde spüren, dass es mein letztes Rennen sein wird."

Der letzte Samstag wurde dem ehemaligen Vizeweltmeister schon einmal versüßt. Sein Team hat eine spezielle Abschiedsparty für ihn im Fahrerlager veranstaltet und seine Erfolge mit Bildern und einem Comic noch einmal gewürdigt. Als Sahnehäubchen gab es von Williams ein ganz besonderes Geschenk obendrauf: Massa bekommt den FW38, den er bei seinem letzten Heimrennen in Sao Paulo (mehr oder weniger erfolgreich) gefahren ist.

Der Bolide besitzt zu Ehren des Brasilianers ein besonderes Design von Sponsor Martini, bei dem statt des Sponsorenschriftzuges Massas Name zu lesen ist. Zu Tränen gerührt bedankte sich Massa bei allen Teilhabenden an der Formel-1-Welt und ist froh über seine Rücktrittsentscheidung. "Es war eine gute Zeit, das zu tun. Ich bin froh über alles, was danach passiert ist", sagt er. "Ich bin glücklich über meine Entscheidung."

Dass es mit dem WM-Titel nie geklappt hat, stört ihn in diesem Moment nicht. Viel wichtiger sei für ihn der Respekt, der von allen Menschen gespürt habe - egal ob er mit ihnen zusammengearbeitet hat oder nicht. "Ich habe überall Respekt gespürt, für alles was ich getan habe. Ich behandle die Leute mit dem gleichen Respekt. Das ist mehr wert als eine Trophäe", wird er sentimental.

Wie es mit Massas Karriere nun weitergehen wird, steht in den Sternen. Doch erst einmal freut er sich auf eine Auszeit: "Ich muss mich entspannen und eine schöne Zeit zuhause haben - nicht in Simulatoren und Meetings sitzen", so Massa. Doch danach packe ihn sicher wieder die Lust an der Arbeit. "Ich kann nicht einfach zuhause sitzen", lacht er und strebt womöglich eine andere Meisterschaft an.

"Ich habe Fahrer gesehen, die jetzt sofort bereit wären, ins Auto einsteigen, und die waren vielleicht 46", so Massa, der mit seinen 35 Lenzen noch ein wenig Zeit bis dahin hat. "Ich habe andere Fahrer wie Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) gesehen, der nicht in anderen Serien fahren wollte." Das käme für ihn nicht in Frage: "Ich sehe keinen Grund, etwas nicht zu tun, was man mag. Ich bin bereit, in anderen Serien zu fahren."

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