MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Formel 1 rutscht in die Verlustzone

Die Investments von Liberty wirken sich aus: Statt 289 Millionen US-Dollar Gewinn schreibt die Formel 1 im Jahr 1 nach Bernie Ecclestone 160 Millionen Dollar Verlust.

Gleich im Jahr 1 nach Bernie Ecclestone rutscht die einst äußerst profitable Formel 1 in die Verlustzone. Das ergeben die Geschäftszahlen der Dachgesellschaft der Königsklasse, Delta Topco, die nun vom Wirtschaftsmagazin 'Forbes' veröffentlicht wurden. Demnach hat Delta Topco in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 einen Verlust von 160 Millionen US-Dollar (umgerechnet 137 Millionen Euro) erwirtschaftet.

Im Vergleichszeitraum 2016, damals noch weitgehend unter der Kontrolle des inzwischen entmachteten Ex-Geschäftsführers Bernie Ecclestone, blieben für die Formel 1 unterm Strich 289 Millionen Dollar Gewinn stehen.

Leidtragende sind die Teams, die sich mit den Investoren wie Hauptaktionär Liberty Media die Einnahmen teilen und insgesamt rund 68 Prozent des Gesamtkuchens bekommen. Deren Anteil schrumpfte in den ersten drei Quartalen 2017 auf 650 Millionen Dollar. Das entspricht einem Minus von 41 Millionen Dollar (oder durchschnittlich 4,1 Millionen Dollar pro Team).

Die Gründe für die negative Zwischenbilanz sind vielfältig. In erster Linie verfolgt Liberty keine kurzfristig gewinnorientierte Strategie. Stattdessen wurde in ein größeres Team investiert, sodass die Personalkosten gestiegen sind, und es ist die Eröffnung eines weiteren Büros in New York geplant. Hinzu kommen Marketinginvestments wie etwa die Londoner Demo-Show vor dem Grand Prix von Großbritannien.

Außerdem fehlen 2017 die Einnahmen des Grand Prix von Deutschland, der allerdings schon vor Libertys Übernahme abgesagt wurde, in der Bilanz. Und die Zinsrückzahlungen für milliardenschwere Mittel aus Fremdfinanzierungen (über drei Milliarden Euro) sind deutlich gestiegen. Alleine dieser Punkt macht für die ersten drei Quartale 2017 175 Millionen Dollar aus (statt zwölf im Vergleichszeitraum 2016).

Liberty wird sich anstrengen müssen, um die Formel 1 wieder in die Gewinnzone zu führen. Denn mit dem Grand Prix von Malaysia hat die Königsklasse eines ihrer profitabelsten Rennen verloren, und auch Silverstone hat seinen Formel-1-Vertrag im Juli gekündigt, sieben Jahre vor Ende der eigentlich vereinbarten Laufzeit. Auch wenn für den Grand Prix von Großbritannien noch mit einer Einigung gerechnet wird.

Andererseits waren kurzfristige Gewinne nie das Ziel. Das Führungsteam rund um Chase Carey, Sean Bratches und Ross Brawn arbeitet derzeit an einer neuen Struktur für die Formel 1. Das soll mittelfristig auch neue Rennen und neue Sponsoren bedeuten. Bisher hat Liberty in dieser Hinsicht nämlich keine konkreten Erfolge geliefert.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Fernando Alonso verzichtet in Japan auf ein Training - Aston-Martin-Ersatzpilot Jak Crawford bekommt beim Honda-Heimspiel in FT1 am Freitag eine Chance

F1-Academy-Meisterin Doriane Pin hofft auf einen Formel-1-Test mit Mercedes - Laut eigener Aussage gibt es auch schon "die Idee" für eine private Testfahrt

DTM 2026: Starterfeld

DTM: Starterfeld mit 21 Autos steht

Die DTM hat das Starterfeld für 2026 mit 21 Autos präsentiert: Welche Fahrer dabei sind, welche Stars fehlen und wieso das Feld etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr

Teamchef Toto Wolff erteilt einem Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes eine Absage - Auch Experte Ralf Schumacher sieht viele Gründe, die dagegen sprechen

Kimi Antonelli holt nach China seine zweite Formel-1-Pole und verlängert die Mercedes-Dominanz - Max Verstappen verliert Teamduell und scheidet in Q2 aus