MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Horner: Drei Motoren pro Jahr Irrsinn

Christian Horner, Teamchef bei Red Bull Racing, hat kein Verständnis für die Herabsetzung des Motorenkontingents in der Saison 2018.

Christian Horner, Teamchef bei Red Bull Racing, hat mit Unverständnis auf die Motorenregeln für die kommende Formel-1-Saison reagiert. 2018 wird das Kontingent der verfügbaren Aggregate noch einmal herabgesetzt: Sind 2017 noch jeweils vier pro Fahrer und Saison erlaubt, darf man künftig nur noch drei einsetzen, bevor man eine Strafe kassiert.

"Das ist eine dieser bekloppten Regeln, die durchgesetzt wurden", schüttelte Horner bei Sky Sports F1 den Kopf. Solche Sparmaßnahmen würden von den Verantwortlichen gerne mit dem Argument einer Kostenreduzierung eingeführt, doch das geht für den Briten am Thema vorbei. "Die Motoren gehen ohnehin auf Weltreise. Sie werden als Ersatz dabei sein", erklärte er, warum sich die Rennställe letzten Endes nichts ersparen.

Das einzige, was er auf die Formel-1-WM zukommen sieht, sind weitere Strafen. Schon jetzt zur Sommerpause liegt sein Team mit einigen Teilen über dem für 2018 vorgesehenen Kontingent, im Falle von Daniel Ricciardos MGU-H für Energierückgewinnung aus Motorabwärme sogar schon über dem aktuellen Limit; weitere Strafen sind also vorprogrammiert.

Dass die Rennställe im kommenden Jahr mit jeweils drei Antriebseinheiten auskommen werden, sieht Horner als absolut unrealisitisch. "Das Problem ist, dass wir die ganze Zeit nur Strafen auffassen werden. Drei Motoren für die kommende Saison sind ein echter Irrsinn", lautete sein Fazit.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

GP von Katalonien: Qualifying

Russell "zurück in der Spur": Pole vor Hamilton

Mercedes-Fahrer George Russell meldet sich mit der Poleposition in Barcelona zurück im WM-Titelkampf - Erster Top-10-Startplatz für Audi-Fahrer Nico Hülkenberg

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

Toyota bricht den Fluch und holt den ersehnten sechsten Le-Mans-Sieg gegen große Werke - BMW und Cadillac machen es bis zum Schluss spannend