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Formel 1: News

Honda bleibt „zu 100 Prozent" engagiert

Medienberichte suggerieren, dass sich McLaren bei Mercedes informell nach einer Motorenpartnerschaft ab 2018 erkundigt hätte - Honda bekennt sich zur Formel 1.

Steht die Partnerschaft von McLaren und Honda unmittelbar vor dem Aus? Laut übereinstimmenden Medienberichten klopft das Team aus Woking die Möglichkeit ab, ab 2018 wieder Antriebe bei Mercedes zu beziehen. Angeblich soll McLaren bereits in Brixworth vorgefühlt haben, auch wenn Gespräche von offizieller Seite nicht bestätigt wurden. Allein eine informelle Anfrage würde aber dafür sprechen, dass das Verhältnis zu Honda am absoluten Tiefpunkt angekommen wäre.

Im Lager der Japaner will man von einer bevorstehenden Trennung nichts wissen: "Wir sind unserer Zukunft in der Formel 1 und unser Bindung an McLaren noch zu 100 Prozent verschrieben", versichert Projektleiter Yusuke Hasegawa im Gespräch mit Autosport und fügt hinzu, an die Partnerschaft zu glauben wie es die Briten täten: "Wenn wir vorankommen wollen, müssen wir als Team arbeiten und uns gemeinsam aus der Situation herausmanövrieren." Das Ziel sei ein "offener und ehrlicher Dialog", so Hasegawa.

Auch McLaren beteuert immer wieder, zu Honda zu stehen. Die jüngsten Gerüchte quittierte man jedoch nur mit der interpretationsoffenen Aussage, "gemeinsam" mit dem Autoriesen nach Lösungen zu suchen. In dieser Woche verteilte zudem Rennleiter Eric Boullier eine verbale Ohrfeige, als er erklärte, dass seine Truppe mit einem Mercedes-Hybrid siegfähig wäre. Was da nach Fiktion klang, könnte Realität werden, sofern die Informationen von BBC und Co. korrekt sind.

Offen ist die Frage, ob McLaren die Möglichkeit hat, aus dem Honda-Vertrag auszusteigen - oder ob das gemeinsame Suchen nach Lösungen auch eine einvernehmliche Trennung beinhaltet. 2015 unterzeichnete man einen Kontrakt über zehn Jahre, ist also noch bis 2024 aneinander gebunden. Ex-Pilot Martin Brundle sagt dem Express, dass es um viel Geld ginge: "Solange sich Honda nicht zurückzieht und McLaren einen dicken Scheck überlässt wie damals Brawn, können sie nicht weg."

Auto Bild motorsport berichtet, dass der Daimler-Konzern der Anfrage des Ex-Partners positiv gegenüberstehe. Dabei erfolgte die Trennung Ende 2014 nicht im Guten. Der damalige McLaren-Boss Ron Dennis hatte damals angedeutet, dass sein Rennstall neben dem Werksteam der Silberpfeile "nicht die besten Antriebsstränge" erhalten habe. "Ein Team hat nicht den gleichen Erfolg, wenn es vom Antriebspartner zum Antriebskunden heruntergestuft wird", erklärte Dennis damals Formula1.com. Bis zur Rückkehr des eigenen Werksteams im Jahr 2010 war McLaren noch die Nummer eins bei Mercedes.

Mittlerweile ist Dennis aber entmachtet worden. Möglich, dass es für Nachfolger Zak Brown deutlich einfacher ist, die Brücken zu Mercedes wieder aufzubauen. Der Ex-Boss hatte zudem 2015 angekündigt, zusammen mit Honda "dominante Siege" einzufahren. Daran scheint mittlerweile bei McLaren kaum noch jemand zu glauben.

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