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Formel-1-Test: Hungaroring

Tag 2: Russell knackt Streckenrekord

George Russell markierte am zweiten Testtag auf dem Hungaroring die schnellste Runde; Robert Kubica (Williams) mit über 100 Runden.

Die Formel-1-WM hat sich nach dem zweiten Tag der Testfahrten in Ungarn endgültig in die Sommerpause verabschiedet. Mit den beiden Toro-Rosso-Fahrern Pierre Gasly und Brendon Hartley sowie Kimi Räikkönen (Ferrari) waren am Mittwoch auch noch drei Grand-Prix-Piloten dabei, Haas ließ diese Testchance hingegen komplett aus.

Nach Getriebeproblemen am Vortag schlug George Russell mit einem Großprogramm über 116 Runden zurück, womit er für Mercedes mehr als 500 Kilometer zurücklegte. Gegen Ende der Einheit ging er dann auf Hypersofts auf die Jagd nach Bestzeiten: Russell verbesserte dabei den Streckenrekord von Ferrari-Junior Antonio Giovinazzi vom Dienstag um 0,073 Sekunden. Der Formel-2-Tabellenführende war damit nicht nur schnellster Mann des Tages, sondern mit seiner Zeit von 1:15,575 Minuten auch der gesamten Testfahrten.

Zweitschnellster war Räikkönen, der über weite Strecken des Tages das Klassement angeführt hatte, sich dann aber doch knapp Russell geschlagen geben musste; der Finne war eine Tausendstel Sekunde langsamer als Giovinazzi am Vortag. Die drittbeste Zeit gelang Jake Dennis im RB14, allerdings schon mit einem Rückstand von 1,4 Sekunden. Dennis und Räikkönen waren mit jeweils 131 Runden, also 573,911 Kilometern, die fleißigsten Fahrer.

Der Testtag musste zwei Mal unterbrochen werden – und beide Male lag das an Force India: Nikita Mazepin blieb sowohl am Vor- als auch am Nachmittag mit technischen Problemen stehen. Die Mechaniker des insolventen Rennstalls mussten lange am Fahrzeug schrauben. Bei Halbzeit der ersten Sitzung blieb der Russe zum ersten Mal liegen und konnte auch die Nachmittagseinheit nicht sofort in Angriff nehmen.

Erst 90 Minuten, nachdem die Ampel auf Grün geschaltet hatte, ging der Force India VJM10 wieder auf die Strecke, doch nicht für lange: Nach nur wenigen Runden stoppte er erneut mit leichter Rauchentwicklung im Heck. 20 Minuten vor Schluss ging er wieder auf die Strecke und verbesserte sich noch auf die fünfte Position hinter Giovinazzi, der diesmal seine Arbeit im Sauber verrichtete. Er war auf Hypersofts in 1:17,558 Minuten eine halbe Sekunde schneller als Marcus Ericsson am Dienstag.

Auch zahlreiche polnische Fans waren nach Ungarn gereist, um ihr Idol Robert Kubica zu sehen. Der 33jährige Williams-Testfahrer zog sich achtbar aus der Affäre und markierte die sechsbeste Zeit, womit er immerhin Lando Norris (McLaren) auf 'soft', Artem Markelov (Renault) und die drei Toro-Rosso-Piloten Sean Gelael, Pierre Gasly und Brendon Hartley hinter lassen konnte.

Kubica hat auch wieder ausgiebig den neuen Frontflügel für die Formel-1-Saison 2019 getestet. Auffällig war die exzessive Verwendung von Farbspray, mit dem das Team die aerodynamischen Auswirkungen auf das gesamte Auto erprobte. Der Pole absolvierte insgesamt 103 Runden. Seine schnellste Zeit (1:18,451) erreichte er auf Ultrasoftreifen; diese war besser als sämtliche Runden, die am Wochenende von den Williams-Rennfahrern mit gleichen Reifen zustande gebracht worden waren.

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