MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Liberty startet Aerodynamik-Programm

Ross Brawn spricht sich dagegen aus, die Aerodynamik komplett zurückzubauen - Stattdessen will er eine Lösung, die viel Wettbewerb auf der Strecke erlaubt.

Der neue Formel-1-Mehrheitseigner Liberty Media hat mit der Suche nach einer vorteilhafteren Aerodynamik für die Boliden der Königsklasse begonnen. Ein neues Programm, das gemeinsam mit der FIA initiiert wurde, soll laut Sportchef Ross Brawn ein Konzept zu Tage fördern, mit dem sich einfacher überholen lässt und die Entwicklungskosten in einem überschaubaren Rahmen bleiben.

Im Vordergrund steht zunächst, das Handling der Wagen vorhersehbarer zu gestalten, weshalb die Verantwortlichen von einem Namen wie dem der früheren "Arbeitsgruppe Überholen" zurückschrecken. Brawn meint: "Wir müssen uns das Design der Autos ansehen und abwägen, was wir in Zukunft tun, um sie besser fahrbar zu machen." Derzeit sei es für die Piloten zu schwierig, Feedback zu geben, mit dem die Ingenieure etwas anfangen können. Entwicklungsstillstand sei die Folge.

Das geht zu Lasten der kleinen Teams, die aufholen müssen. "Die Lücke zwischen der Spitze und dem Mittelfeld ist besorgniserregend groß - darauf müssen wir achten", wünscht Brawn und will außerdem sicherstellen, dass es an der Spitze mindestens einen Zweikampf wie den zwischen Ferrari und Mercedes gibt: "Es ist klar, dass etwas getan werden muss, damit es in Zukunft so bleibt."

Die Aerodynamik fast vollständig zurückzubauen ist für den früheren Technikchef keine Lösung. "Ich halte es für naiv", erklärt Brawn. "Fakt ist, dass die Autos nicht spektakulär wären und nicht mehr so schnell. Es ist sinnlos, einfach breitere Reifen aufzuziehen und zu hoffen, dass sie so fix sind wie die aktuellen." Deshalb bräuchte es intensive Arbeit, um ein Konzept zu finden, das alle Kriterien erfüllt. Rumraten und auf das Beste zu hoffen sei sinnlos.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

GP von Katalonien: Qualifying

Russell "zurück in der Spur": Pole vor Hamilton

Mercedes-Fahrer George Russell meldet sich mit der Poleposition in Barcelona zurück im WM-Titelkampf - Erster Top-10-Startplatz für Audi-Fahrer Nico Hülkenberg