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Teil 18: Bernie ging in die Knie

Michi Gamauf

Saison 1977: Alle lachten über die "Gelben Kaffeetassen" - und Ecclestone beugte sich der BMW Power

1977 brachte Renault den Turbo Motor in die Formel 1. Die Konkurrenz war sichtlich beeindruckt von der außergewöhnlichen Leistung, trotzdem sprach man dieser Technologie jegliche Zukunft ab:

Niemand glaubte, dass man die Zuverlässigkeit und vor allem die Fahrbarkeit jemals in den Griff bekommen könnte. Und tatsächlich: Die "gelben Kaffeetassen" – wie die Renault Boliden spöttisch bezeichnet wurden – verbrachten mehr Zeit in der Box, als auf der Rennstrecke.

Doch die Franzosen bleiben hartnäckig, schließlich zog auch Ferrari nach. Im Qualifying war der Turbo schon nicht mehr zu schlagen und wenn ein Turbo durchkam, dann meistens als Sieger.

Bernie Ecclestone – damals Besitzer des Brabham Rennstalles – hasste die Turboentwicklung. Aber auch er stellte um: 1982 wurde Nelson Piquet‘s Brabham von einem BMW Turbo Motor angetrieben.

Die Anfangsprobleme waren gigantisch und gipfelten in absurden Situationen: In Detroit verpasste der amtierende Weltmeister Piquet die Qualifikation um volle zwei Sekunden. Angesichts dieser Pleite wollte Ecclestone sofort wieder den Cosworth Saugmotor einbauen.

BMW Rennleiter Dieter Stappert setzte den F1 Zampano Ecclestone jedoch unter Druck: "Entweder jetzt BMW oder nie mehr BMW." Nach zähen Verhandlungen gab Ecclestone schlussendlich knirschend klein bei.

Eine Woche später gewann Nelson Piquet übrigens mit demselben Motor souverän den Grand Prix von Kanada in Montreal...

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