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Riesenfeld zum Saisonauftakt

Es wird ein Sportwagenfest am Nürburgring: Nicht weniger als 38 Starter umfasst die Nennliste für die ersten beiden Läufe zur SCC 2008.

Johannes.Gauglica@motorline.cc

Vor allem die große Klasse der Division 1 für Autos über 2 Liter Hubraum hat einen Wachstumsschub erlebt; aber auch die Division 2 braucht sich über Mangel an Autos nicht zu beklagen. Mehr als nur ein schöner Farbtupfer werden die Fahrzeuge aus der Crosslé-Klasse sein.

Division 1: Le Mans und Alternativantrieb

Einige Neuzugänge, am Auto- wie am Teamsektor, machen einander die Schlagzeilen in der SCC streitig. Zele Racing, eine aus Top-Formelklassen wie der Nissan World Series erfahrene Mannschaft, steigt mit einem neuen PRC-BMW in die Serie ein und bringt die „Rückkehrerin“ Sabrina Hungerbühler mit.

Die junge Schweizerin ist heuer nicht die einzige Lady im Feld. Denn Kati Droste aus Deutschland nimmt ebenfalls in einem brandneuen Auto Platz. Das Team automotive51 startet eine neue Initiative – einen Rennsportwagen mit Flüssiggasantrieb. Zwei PRC mit umgerüstetem Ford-V6 sind genannt, fahren werden Kati Droste und Henning-Noel Hagen.

In der Gruppe der arrivierten SCC-Starter hat das Mobi Racing Team aus Berlin überaus kräftig aufgerüstet. Zwei ehemalige Le-Mans-Autos der Marke Pilbeam werden für die Stammfahrer Georg Hallau und Thomas Wolfert eingesetzt, unter der Motorhaube arbeiten V6-Motoren von Nissan/AER.

Matzinger II: Die Rückkehr

Gerd Beisel ist nach einem Jahr mit dem PRC-Nissan wieder zu seinem Norma-Projekt zurückgekehrt und bringt den Norma M2000 LMP1 mit BMW-V8-Maschine wieder an den Start. Sein Vorjahresauto steuert am Nürburgring – man kann sagen: überraschend – Karl-Heinz Matzinger!

Der Titelverteidiger aus Österreich hat sich doch zu keiner Rennpause durchringen können und steigt stattdessen in die Klasse der „Big Bangers“ auf. Mittendrin („statt nur...“) ist heuer auch der als Chef des DSF-„Test-Kommandos“ bekannte Mitch Mitländer mit einem PRC-BMW.

Acht verschiedene Chassis-Marken finden sich in der Nennliste; die österreichische Firma Pedrazza Racing Cars bildet den Schwerpunkt, aber auch Norma, Pilbeam & Co. sorgen für ein buntes Bild.

Division 2: Honda City

Der Mix der Motorenmarken ist heuer ebenfalls bemerkenswert; mit BMW, Honda, Nissan, Ford, Alfa, Opel und Powertec sind 7 Hersteller in der Sports Car Challenge vertreten.

Ist BMW der Mehrheits-Motor in der Division 1, so liefert Honda die Power für die meisten Division-2-Fahrzeuge. Ausreißer sind hier Sportwagen- und Langstreckenroutinier Rudi Seher mit dem Lucchini-Opel sowie Berg-As Vladimir Stankovic mit dem Radical SR3, in dem ein Powertec-Motor werkt.

Das Gleichgewicht in dieser Klasse hat sich mengenmäßig etwas zugunsten von Norma verschoben. Henry Uhlig bringt einen neuen M20 für das Mobi-Team an den Start, auch sind die beiden Franzosen Christophe Baillet und Jean-Louis Herberth jetzt mit zwei Autos dabei; im Vorjahr haben sie sich ein Fahrzeug geteilt. Dafür vertraut deren Landsmann Bernard Fuchs auf einen Honda-befeuerten PRC.

Mirco Schultis und sein Team Dress-for-Less Racing sind nach seinem Ausflug in die VdeV-Szene (gemeinsam mit Pierre Kaffer in Jarama) rechtzeitig zum Start der SCC-Saison ebenfalls wieder präsent. Mit 12 Gegnern wird dem Deutschen am „Ring“ nicht langweilig werden!

Mehr als nur Aufputz: Crosslé

Ein halbes Dutzend britischer Crosslé 9S sind erstmals im Feld der SCC dabei. Diese nostalgisch geformten Zweisitzer sind ein Augenschmaus und erinnern an die goldene Sportwagen-Zeit der 1960er.

Tatsächlich stammt der ursprüngliche Entwurf ja aus dem Jahr 1966. Der Schweizer Importeur hat für seine Kunden jetzt ein neues Betätigungsfeld gefunden.

Mit 38 Autos startet die Sport Car Challenge in die Saison 2008 – am 19. April am Nürburgring.

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