MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WTCC: Pau

SC-Crashpilot hat eigenmächtig gehandelt

Die skurrile Safety-Car-Komödie geht weiter, nach dem Crash in Pau hat die FIA bekanntgegeben: der Fahrer ist ohne Anweisung gestartet.

Die Bilder vom bizarren Crash in Runde 2 des WTCC-Laufes in Pau sind mittlerweile um die Welt gegangen und haben für kollektives Kopfschütteln gesorgt.

Die FIA hat jetzt bekanntgegeben, dass der Fahrer des Safety-Cars eigenmächtig gehandelt hat!

Laut Reglement sollen in diesem Schrittmacherfahrzeug ein "erfahrener Rundstreckenpilotr" samt durch die FIA abgesegnetem Beobachter an Bord sein, sie stehen – eigentlich – in permanentem Funkkontakt mit der Rennleitung.

Der Rennleiter hatte zwar die "Safety-Car-Prozedur", mit dem Zeigen der entsprechenden Schilder "SC" rund um den Kurs, eingeleitet – aber vom Losbrettern des Safety-Cars selbst war noch keine Rede.

Schon gar nicht auf die gesehene Weise: geradewegs in die Mitte der Fahrbahn, ohne sich um die weiße "blend line" zu kümmern.

Glück im Unglück

Die Auswertung des Data-Loggings im BMW von Franz Engstler zeigt, dass der Routinier sich erwartungsgemäß aufgrund der SC-Schilder eingebremst hat. Gottseidank, darf man in Anbetracht dessen, was dann passiert ist, hinzufügen.

Das Safety-Car hatte keine Sicherheitseinrichtungen wie Überrollkäfig oder 6-Punkt-Gurte an Bord; das www.fia.com/sport/regulations/common/general_prescriptions/article20.html" target="_blank">Reglement der FIA betreffend Safety-Cars in Rennen außerhalb der Formel 1 sieht solche Veränderungen für diese Fahrzeuge nicht zwingend vor.

Der Unglücksrabe am Steuer hätte also schwer verletzt werden können. Glück im Unglück, und jetzt gibt es beinahe mit Sicherheit ein Nachspiel für die verantwortlichen Offiziellen.

Für das nächstjährige Safety-Car in Pau hätten wir mittlerweile schon einen Vorschlag...

News aus anderen Motorline-Channels:

WTCC: Pau

- special features -

Weitere Artikel:

Teamchef macht Druck

Die FIA muss endlich handeln!

McLaren-Teamchef Andrea Stella deutet an, dass der Unfall von Oliver Bearman in Suzuka vermeidbar gewesen wäre - Eine "einfache Lösung" gebe es jedoch nicht

GP von China: Bericht

Antonelli feiert ersten Sieg

Andrea Kimi Antonelli gewinnt sein erstes Formel-1-Rennen vor George Russell und den erneut heiß kämpfenden Ferraris - Komplettes McLaren-Debakel ohne Rennstart

Formel-1-Einstieg von BYD?

Brauchen die Chinesen ein eigenes Team?

Der chinesische Autohersteller BYD liebäugelt mit einem Formel-1-Einstieg: Warum das aber nicht zwingend heißen muss, dass der Konzern bald ein eigenes Team hat

Nahost-Konflikt - Katar-GP

MotoGP plant Verschiebung statt Absage

Anders als für die Formel 1 plant Liberty Media für die Motorrad-WM angesichts des Konflikts am Persischen Golf keine Komplettabsage ihres Nahost-Rennens im April

Verstappen-Zukunft offener denn je

Verstappen-Zukunft: Was diesmal anders ist

Max Verstappen sagte in Japan, dass er "Lebensentscheidungen" zu treffen habe: Wie realistisch ist ein Abschied und was ist diesmal anders als in den Vorjahren?

Wheatley zu Aston Martin?

Jonathan Wheatley verlässt Audi

Jonathan Wheatley verlässt Audi nach nicht einmal einem Jahr als Teamchef schon wieder - Mattia Binotto wird seine Aufgaben erst einmal übernehmen