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Race of Champions 2010

Sensationssieg für Albuquerque

Vettel besiegt Schumacher im Viertelfinale, scheitert dann jedoch an Filipe Albuquerque, der sich im Finale gegen Sébastien Loeb durchsetzen konnte.

Fotos: Race of Champions

Mit einem solchen Sieger hatte vor dem Start des diesjährigen Race of Champions wohl niemand gerechnet. Die Namen Vettel, Schumacher, Loeb, Kovalainen und Priaulx waren hoch gehandelt worden, aber am Ende setzte sich "Nobody" Felipe Albuquerqe durch. Der Portugiese schaffte somit eine ähnliche Sensation wie Heikki Kovalainen vor sechs Jahren.

"Unfassbar", schüttete der ehemalige A1GP-Sieger im Anschluss an seinen Triumph den Kopf. Finalgegner Sébastien Loeb hatte den entscheidenden Lauf über weite Strecken offen gestaltet, aber dennoch war der Portugiese eine Radlänge vorn. Spontanes Winken aus dem RoC-Buggy und viele Donuts waren die logische Folge auf der Auslaufrunde.

Albuquerque hatte in den Ausscheidungsrunden prominente Piloten vorzeitig aus dem Wettbewerb verabschiedet. Im Viertelfinale setzte er sich gegen seinen Landsmann Álvaro Parente durch, im Halbfinale musste Lokalheld Sebastian Vettel dran glauben. "Ich hatte ganz zu Beginn der Runde einen kleinen Fehler, dann ging irgendwie nichts mehr", berichtet der neue Formel-1-Weltmeister.

"Die beiden Tage waren sehr intensiv. Wir hatten tollen Motorsport und eine schöne Atmosphäre", sagt Vettel, der anstrengende zwei Wochen seit seinem Titelgewinn in Abu Dhabi erlebt hat. "So viele Bilder gesammelt, die bleiben und an die ich mich immer erinnern werde", fasst der Hesse zusammen. Einen Teilerfolg nimmt er dennoch aus Düsseldorf mit.

Vettel hatte die Chance auf ein Traumfinale gegen Michael Schumacher schon in der Vorrunde verspielt. Eine knappe Niederlage gegen den späteren Champion der Champions Albuqerque verwies den Heppeneimer auf Platz zwei der Gruppe C - Konsequenz: Schon im Viertelfinale trafen Schumacher und Vettel aufeinander.

Der junge Formel-1-Champion siegte im KTM X-Bow gegen den Rekordweltmeister. "Rache für vergangenes Jahr", lacht Vettel. "In Peking hat er mich im Halbfinale bezwungen, nun war es andersherum." Schumacher trug die Niederlage mit Fassung. "Wir hatten hier eine tolle Veranstaltung mit Spaß auf der Strecke und wichtigen sozialen Elementen, denn wir konnten mal andere Piloten treffen", so Schumacher, der das Viertelfinale nach einem leichten Drift in der vorletzten Kurve abhaken musste.

Im zweiten Halbfinale hatte sich Loeb gegen Andy Priaulx durchgesetzt. "Ich habe am gesamten Wochenende nur zwei Rennen verloren", bilanziert der WTCC-Star im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Ganz nach dem Motto: alles lief blendend und dann kam Loeb. "Ja, so sieht es aus", lacht Priaulx. "Aber wenn man ein Rennen gegen Schumacher und eines gegen Loeb verliert, dann muss man sich bestimmt nicht schämen."

Mit dem sportlichen Abschneiden war Tom Kristensen nicht zufrieden. Der Däne hatte seine Dusche schon hinter sich, als Vettel und Schumacher um den Halbfinaleinzug kämpften. "Düsseldorf ist schon eine richtige Motorsporthochburg geworden", erklärt der Le-Mans-Rekordsieger. "Das haben wir früher bei den DTM-Präsentationen hier erleben dürfen und heute beim Race of Champions erneut. Es war eine super Stimmung."

Gedrückt wurde die Stimmung zu Beginn des Race of Champions am frühen Nachmittag. Heikki Kovalainen war aufgrund eines Aufhängungsdefekts direkt nach der Zieldurchfahrt heftig abgeflogen. Der Finne verzichtete auf weitere Starts und begleitete stattdessen seine Freundin Catherine Hyde ins Krankenhaus. Die Britin hatte auf dem Beifahrersitz gesessen und nach dem Crash über Rückenschmerzen geklagt, Kovalainen selbst berichtete von "leichten Kopfschmerzen".

Die K.o.-Runden in der Übersicht:

Viertelfinale:
Sébastien Loeb - Tom Kristensen
Bertrand Baguette - Andy Priaulx
Filipe Albuquerque - Álvaro Parente
Michael Schumacher - Sebastian Vettel

Halbfinale:
Sébastien Loeb - Andy Priaulx
Filipe Albuquerque - Sebastian Vettel

Finale:
Sébastien Loeb - Filipe Albuquerque

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