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FIA GT Series: Zandvoort

Mayr-Melnhof auf dem Podium

Nachdem Polesetter Loeb/Parente bei Startkollision ausfielen, siegten Ortelli/Vanthoor. Mayr-Melnhof/Rast auf P3, Zuber/Parisy 6., Proczyk/Baumann 10.

In einem spannenden Qualifying Race beim dritten Rennwochenende der GT-Serie in Zandvoort behielten Laurens Vanthoor und Stefan Ortelli die Oberhand.

Die WRT-Audi-Piloten zeigten eine ausgeglichene Leistung und fuhren nach 33 Runden 0,766 Sekunden vor dem Mercedes SLS AMG von Alon Day/Maximilian Buhk ins Ziel. Auf den Plätzen drei und vier folgten mit Rene Rast/Nikolaus Meyr-Melnhof und Frank Stippler/Edward Sandström zwei weitere Audi des belgischen WRT-Teams.

Für die Polesetter Alvaron Parente und Sebastien Loeb (McLaren) war das Rennen schon nach wenigen Metern beendet. Parente kam am Start durchschnittlich weg, den besten Start erwischte Vanthoor von Position drei aus. ""Ich bin am Start gut weggekommen und hatte etwas Hilfe von meinem Teamkollegen, der mich angeschoben hat", sagt der Belgier. Vanthoor setzte sich rechts neben Parente, der links neben sich den Mercedes von Simonsen hatte. Zu dritt fuhren sie auf die Tarazan-Bocht zu, wo es dann zu eng wurde.

Zunächst berührten sich die Fahrzeuge von Simonsen und Parente, dann kollidierte auch Vanthoors Audi leicht mit dem McLaren, nachdem er den Randstein an der Innenseite berührt hatte. Simonsen wurde von der Rennleitung als Verursacher der Kollision verantwortlich gemacht und erhielt eine Durchfahrtstrafe beendete das Rennen gemeinsam mit Sergei Afanassjew noch auf Position sechs und siegte damit im Pro-Am-Cup.

Für den Polesetter waren die Folgen dieser Berührung dramatischer, denn Parente erlitt einen Aufhängungsschaden und musste das Auto noch während der ersten Runde abstellen. Vanthoor überstand die Startkollision unbeschadet und übernahm die Führung vor Simonsen, der sich allerdings schon in der zweiten Runden dem zweiten WRT-Audi von Rast geschlagen geben musste.

Dann brach im Hinterfeld Chaos aus. In der Schlusskurve gerieten die Autos von Wolfgang Reip (Nissan), Duncan Huisman (Corvette) und Matheus Dall' Agnol Stumpf (Lamborghini) aneinander. Reip und Huisman mussten das Rennen aufgeben, Stumpf wurde aus dem Kiesbett befreit und fuhr dem Feld hinterher. Während der Bergungsarbeiten schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke.

Nach dem Neustart setzten sich die beiden WRT-Audi vom Feld ab. Nachdem Simonsen seine Durchfahrtstrafe angetreten hatte, übernahm Allam Khodair (BMW) die dritte Position, nach 20 Rennminuten betrug sein Rückstand aber schon über vier Sekunden. Auf Rang vier folgte vor dem obligatorischen Pflichtboxenstopp Alon Day im HTP-Charouz-Mercedes vor Frank Stippler im dritten WRT-Audi.ar.

Kurz bevor such nach 25 Rennminuten das Boxenstopp-Fenster öffnete, übernahm Rast ohne große Gegenwehr von Vanthoor die Führung. Kurz darauf drehte sich Fabio Onidi (Ferrari) nach einer Kollision mit Dominik Baumann (Lamborghini) in der Schikane von der Strecke und schied aus. Day und Stippler eröffneten den Reigen der Boxenstopps. Der WRT-Mannschaft gelang der Fahrer- und Reifenwechsel dabei deutlich schneller, sodass Edward Sandstörm vor Maximilian Buhk als neuer Vierter auf die Strecke ging.

Zur Halbzeit des Rennens folgte das nächste Duell in der Boxengasse. Vanthoor und Khodair kamen gleichzeitig zum Fahrerwechsel, die Reihenfolge bleib jedoch unverändert. Rast dehnet seinen Stint so lange wie möglich aus und übergab er kurz vor dem Schließen des zehnminütigen Boxenstoppfensters an Meyr-Melnhof. Der Österreicher verteidigte die Führung, gefolgt von Ortelli und Sandström - Dreifachführung für WRT!

Ortelli war jedoch schneller als Meyr-Melnhof und setzte in Runde 21 zum Angriff an, den er erfolgreich abschloss und damit die Führung übernahm. Wenige Kurven später wechselte auch Position drei, Buhk schob sich an Sandström vorbei. Ortelli gelang es an der Spitze nicht, sich abzusetzen, wodurch sich die Spitze zusammenschob. 16 Minuten vor dem Rennende waren die ersten vier Fahrzeuge nur durch 2,1 Sekunden voneinander getrennt.

Buhk machte Druck auf Meyr-Melnhof, erlaubte sich dabei aber immer wieder kleine Fahrfehler und kam so zunächst aber nicht in eine Position, die ihm einen Angriff ermöglicht hätte. Dies änderte sich drei Minuten vor dem Rennende, als der Deutsche in Kurve sieben innen zu einem Überraschungsangriff ansetzte und Meyr-Melnhof damit überrumpelte. Sandström auf Rang vier wollte davon ebenfalls profitieren, doch der Österreicher behauptete den dritten Rang.

Buhk schloss in den letzten beiden Runden noch zu Ortelli auf, griff jedoch nicht mehr an und sah als Zweiter die Zielflagge. "Im Training war das Auto noch nicht so gut, daher bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagt Vanthoor. Auch Buhk auf Platz zwei war insgesamt zufrieden: "Wenn ich nicht so lange hinter ihm (Meyr-Melnhof) hängen geblieben wäre, hätte ich Ortelli mehr unter Druck setzen können, aber Platz zwei ist eine gute Ausgangsposition für morgen."

Ein kurioser Zwischenfall ereignete sich nach dem Ende des Rennens. Rast fuhr in der Boxengasse das ein Auto über den Fuß, woraufhin der Deutsche behandelt werden musste. Das genau Ausmaß der Verletzungen ist derzeit noch unklar.

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