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GT Sprint Series: Brands Hatch

Ungefährdete Siegesfahrt(en) von Bleekemolen und Proczyk

Jeroen Bleekemolen und Hari Proczyk gewinnen für das Grasser Racing Team beide Rennen der GT Sprint Series in Brands Hatch.

Michael Hintermayer

Die Piloten des Grasser-Lamborghini mit der Startnummer 28, der Niederländer Jeroen Bleekemolen und der Steirer Hari Proczyk gewinnen beide Rennen der Blancpain Sprint Series im englischen Brands Hatch. Schon im Qualifying-Rennen war das österreichische Team eine Klasse für sich. Im ersten Teil des einstündigen Rennens führte Laurens Vanthoor das Feld im WRT-Audi an. Dieser wurde sodann von Jeoren Bleekemolen, der den Start-Turn des GRT-Lamborghini mit der Nummer 28 fuhr und dem Teamkollegen des Österreichers Niki Mayr-Melnhof, Markus Winkelhock im Phoenix-Audi überholt. Bleekemolen verteidigte die Führung bis zum Öffnen des Boxenstopp-Fensters.

Während des zehnminütigen Öffnens der Boxengasse verlor Alex Zanardi in der Zielkurve, wie er selbst sagte „das Talent“ und in Folge auch die Kontrolle über seinen BMW Z4 – ein Dreher Eingangs Start-Ziel war die Folge. Das Grasser-Team reagierte sofort auf diesen Vorfall und ließ Bleekemolen eine Runde länger auf der Strecke, während Winkelhock und Vanthoor die Box ansteuerten. Beim Versuch den BMW wieder in die richtige Richtung zu drehen, vergaß Zanardi die Traktionskontrolle abzuschalten und setzte den Z4 ins Kiesbett. Dies führte zu einer Safety-Car-Phase und ebnete den Weg zum ersten Saisonsieg von Grasser Racing, da die Mannschaft diese für den Boxenstopp nutzte und Proczyk sich als Führender hinter dem Safety-Car einreihen konnte. Nach dem Restart wurde Proczyk von Maximilian Götz im HTP-Mercedes unter Druck gesetzt, konnte die Führung dennoch behaupten und steuerte den Lamborghini Gallardo zum ersten Sieg dieser Saison, vor Götz und dem Brasilianer Caca Bueno im BMW Z4. Niki Mayr-Melnhof und beendete das Rennen an der fünften Position.

Im Mainrace startete Proczyk von der Pole aus, doch während der Pause zwischen den beiden Rennen stellte das Team einen Defekt am Lamborghini fest. Ein Radlager musste getauscht werden und man schaffte es in letzter Sekunde in die Startaufstellung. Das Rennen selbst verlief ohne größere Zwischenfälle, Proczyk und Bleekemolen feierten einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg vor Buhk/Götz im HTP-Flügeltürer und Jimenez/Bueno im BMW. Pech für Mayr-Melnhof: Der Phoenix-Audi kam bei einem Unfall zum Handkuss und musste in Folge einer Kollision abgestellt werden.

Sascha Halek und Stefan Landmann im zweiten GRT-Lamborghini konnten im Qualifying-Race den 15. Gesamtrang und somit den zweiten Platz in der Pro-Am auf ihr Konto verbuchen, im Mainrace verweigerte die Servolenkung des Gallardo sechs Minuten vor Rennende den Dienst. Trotzdem konnte sich das Rookie-Team erneut auf dem 15. Platz ins Ziel retten.

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