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Das Rätsel ist gelöst

Zwar versagte der Motor im BMW von Peter Schober seinen Dienst, dafür war der Auftritt mit dem Chevrolet Cruze im Eurocup erfreulich.

Schon am Slovakiaring gab es die Vermutung, dass die Motorleistung des BMWs von Peter Schober nicht so ist, wie es sein sollte. Abgesehen von den Reifenproblemen war man bei den Rundenzeiten nicht dort, wo man sein sollte. Am Red Bull Ring gab es dann die Ernüchterung.

Schon nach dem Qualifying hatte man Ölverlust über die Entlüftung festgestellt und dachte eher an zu viel Öl im System. Ein wenig verunsichert fuhr Schober trotzdem das Rennen und hatte immer ein Auge auf der Anzeige für den Öldruck.

Das Rennen begann dann aber schon am Start sehr schlecht. "Beim Formelrennen davor gab es leider einen schweren Startcrash. Vielleicht auch deshalb, da die Rotphase sehr sehr kurz war, und möglicherweise einige Fahrer noch nichtmal den Gang drinnen hatten", sagt Peter Schober. "Ich hatte zur Sicherheit schon recht früh den Gang eingelegt, und dadurch hat offenbar die Kupplung durch leichte Überhitzung anders reagiert als gewohnt. Ich reagierte jedenfalls sehr gut auf das Erlöschen der roten Ampel, aber trotz Vollgas rauschte die Drehzahl in den Keller und selbst die Clios überholten mich reihenweise."

Es zeichnete sich im Rennen jedoch ab, dass der BMW jetzt immer mehr an Leistung verliert – zwar ohne Öldruckverlust, aber vom Ergebnis her nicht dort, wo man sein sollte. Man konnte das Rennen aber beenden, und es reichte noch knapp für den ersten Platz in der slowakischen und für den zweiten Platz in der österreichischen Meisterschaft.

Das ganze Dilemma sah man aber erst dann im Parc Fermé. Der BMW-Motor hat fast sein ganzes Öl verloren, und nach dem Check im Fahrerlager stellte man fest, dass auf einem der sechs Zylinder kein Kompressionsdruck mehr vorhanden war.

Ganz offenbar ist dieser Schaden eine Folge des Problems auf dem Hungaroring, wo in der Einführungsrunde die Drosselklappe bei Vollgas stecken geblieben war und wahrscheinlich den Grundstein für den jetzigen Schaden legte. "Seit dem Hungaroring hatte ich schon das Gefühl, dass der Motor ein Problem haben könnte, aber leider war auch kaum Zeit, etwas zu machen, da ein Event nach dem anderen folgte." Jetzt hat man vier Wochen bis zum nächsten Rennen, und natürlich wird man versuchen, in dieser Zeit den Motor wieder einsatzbereit zu machen.

Erfreulich hingegen der erste Auftritt mit dem Chevrolet Cruze im Eurocup. Gefahren wurde das Auto von Jozef Chobot, eigentlich ein führendes Teammitglied bei Procar Motorsport, aber ohne echter Rennerfahrung. "Wir haben immer noch keinen Fahrer für den Cruze, offenbar haben die potentiellen Piloten eine Schwellenangst bei Procar Motorsport, diese Angst ist aber völlig unbegründet."

Jozef Chobot hat vielmehr gezeigt, dass der Cruze nicht nur Spass macht, sondern auch mitten unter den anderen Konkurrenten ein sehr gutes Bild macht. Beim ersten Rennen konnte er das Fahrzeug als Dritter auf einem Podiumsplatz ins Ziel bringen, und beim 2. Rennen wurde er nach rundenlangen spannenden Zweikampf vorerst offiziell noch Fünfter. An vierter Stelle liegend wurde er kurz vor Rennende während einer Gelbphase überholt und fiel somit auf den fünften Platz. Am Onboardvideo ist dieses Überholmanöver unter Gelb eindeutig zu sehen.

Wer den Cruze beim nächsten Rennen fahren wird, steht noch nicht fest, Fahrer sind aber natürlich willkommen. Und beim BMW muss man zusehen, dass das Auto endlich so läuft, wie es sein soll, denn sonst verliert man in der österreichischen Meisterschaft zu viele Punkte, die dann vielleicht nicht mehr aufzuholen sind.

"Eines ist sicher, wir werden es der Konkurrenz bei den nächsten Rennen sicher nicht leicht machen", sagt Peter Schober voller Zuversicht.

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