MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
DTM: Norisring

Auer in den Top 10

Auch im zweiten Rennen dominiert Mercedes: Robert Wickens siegt vor Christian Vietoris. Lucas Auer landet auf Platz neun.

Robert Wickens (HWA-Mercedes) ist zum Wiederholungstäter geworden: Wie schon im Vorjahr siegte der Kanadier auch in der DTM-Saison 2015 am Norisring in Nürnberg.

Sein Markenkollege Christian Vietoris (HWA-Mercedes) machte 7,2 Sekunden zurück als Zweiter den Doppelerfolg für die Marke aus Stuttgart perfekt. Mercedes bleibt damit ungeschlagen auf dem DTM-Stadtkurs - schon seit 2003.

"Einfach großartig", sagt Wickens über seinen bereits zweiten Sieg am Dutzendteich. "Ich liebe den Kurs und die Stadt. Und aus irgendwelchen Gründen bin ich hier immer schnell. Warum, das weiß ich nicht. Es passt einfach mit mir und dem Mercedes auf diesem Kurs." Darauf, so der Mercedes-Fahrer, werde er am Sonntagabend noch "ein, zwei Bierchen" trinken. Verdientermaßen: Wickens hat sich den neuerlichen Norisring-Sieg auf der Strecke erkämpft.

Die Entscheidung fiel in Runde 14: Wickens ging in der Grundig-Kehre an Pole-Mann Bruno Spengler (MTEK-BMW) vorbei und holte sich die Führung. Danach gab es kein Halten mehr und Wickens stürmte regelrecht davon. Nach 74 Runden holte er sich souverän seinen dritten DTM-Laufsieg vor Vietoris ("Ich hatte am Ende ein langes Bremspedal.") und Spengler, der nach dem Überholmanöver binnen einer Runde fünf Positionen verloren hatte (!), sich am Ende aber wieder sehenswert nach vorn durchkämpfte.

Höhepunkt von Spenglers Aufholjagd war das Duell mit Mattias Ekström (Abt-Sportsline-Audi) um den dritten Platz. In den Schlussrunden fasste sich BMW-Fahrer Spengler ein Herz und setzte sich in der ersten Kurve neben Audi-Pilot Ekström. Gleich mehrfach berührten sich die Fahrzeuge - und plötzlich war Spengler durch. "Am Ende habe ich die Lücke gefunden", meint der Kanadier. "Ich bin nur halb enttäuscht, weil ich nicht gewonnen habe." Und wie sieht es Ekström? Der Schwede sagt: "Bruno war schneller. Ich gab ihm eine Chance, er hat sie genutzt. Ich hatte erwartet, dass er vorbeigehen würde."

Damit waren die Positionen an der Spitze bezogen. Hinter Wickens, Vietoris, Spengler und Ekström fegte Samstagssieger Pascal Wehrlein (HWA-Mercedes) als Fünfter ins Ziel, nachdem er aufgrund eines Fahrfehlers zwischendurch hinter Paul di Resta (HWA-Mercedes/6.) zurückgefallen war.

Punkte für Auer

Ein Manöver kurz vor Rennende brachte Wehrlein jedoch den fünften Rang wieder. Mit Gary Paffett (ART-Mercedes), Daniel Juncadella (Mücke-Mercedes) und Lucas Auer (ART-Mercedes) brachte Silber weitere drei Fahrzeuge in die Top 10, wo insgesamt sieben Mercedes vertreten waren. Maxime Martin (RMG-BMW) holte den zehnten Platz und damit noch einen Punkt.

Glücklos agierte Jamie Green (Rosberg-Audi): Mit einem der schwersten Autos im Feld kämpfte er lange Zeit am Ende der Top 10, wurde dann aber überholt und fing sich offenbar einen Reifenschaden ein, sodass er endgültig aus dem Kampf um die Punktepositionen raus war. Green beschloss das Rennen auf Position 19 und holte keine Punkte, bleibt aber DTM-Gesamtführender.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Timo Glock (MTEK-BMW): Er wurde schon in der ersten Runde bei der Anfahrt zu Grundig-Kehre von hinten angeschoben und in diverse Konkurrenten hineingedrückt. Sein zerrupftes Auto löste sich danach in einzelne Bestandteile auf. Unter anderem verabschiedete sich die Motorhaube. Während Glock das Rennen an der Box aufgab, schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke. Nach dem Restart in Runde acht blieben bis zur Zieldurchfahrt weitere größere Zwischenfälle aus.

Weiter geht's für die DTM in zwei Wochen in Zandvoort (Niederlande).

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

DTM: Norisring

Weitere Artikel:

Mehr Verbrenner statt Elektro

FIA ändert Formel-1-Regeln für 2027 wieder!

Der Automobil-Weltverband FIA hat Regeländerungen für die Formel-1-Saison 2027 angekündigt: Leistung des Verbrenners soll im kommenden Jahr wieder zunehmen

Samt "Großem Preis" am Schrannenplatz

Rückblick auf die Mödling Classic 2026

Bestes Wetter war den Fahrern am 9. Mai bei der Veranstaltung der Classic Rallye Staatsmeisterschaft hold. Im Feld von 75 Fahrzeugen sammelte ein Porsche 356 C von 1965 die wenigsten Strafpunkte. Wie gewohnt gab es wieder eine eigene Gäste-Wertung.

MotoGP Le Mans 2026: Bericht

Jorge Martin besiegt Marco Bezzecchi

Aprilia-Festspiele in Frankreich: Jorge Martin setzt sich gegen Marco Bezzecchi durch und feiert seinen ersten GP-Sieg mit der RS-GP - Ai Ogura erstmals auf dem Podium

Rallycross-ÖM, Greinbach: Vorschau

RX-ÖM im PS Racing Center Greinbach

Der RX-Motorsport Club unter seinem Obmann Christian PETRAKOVITS veranstaltet am 17. Mai 2026 im PS RACING CENTER Greinbach den zweiten Lauf zur ösrerr. Staatsmeisterschaft.

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…