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WEC: Bahrain

Finale mit Titelkampf und Abschieden

Letztes Rennen für Audi und Mark Webber; Kampf um den Fahrertitel als sportliches Highlight beim Sechs-Stunden-Rennen von Bahrain.

Am Wochenende geht es im Finale der Langstreckenweltmeisterschaft 2016 in Bahrain nicht nur um den Fahrertitel in der LMP1-Klasse und die Entscheidungen in den GTE-Kategorien, sondern vor allem auch um Abschiede: Audi absolviert beim Sechs-Stunden-Nachtrennen in Manama den letzten LMP1-Werkseinsatz, Porsche-Pilot Mark Webber steigt zum letzten Mal als aktiver Rennfahrer ins Cockpit seines 919.

Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber haben in den vergangenen fünf Rennen vier Siege gefeiert. Niemand wird die Anzahl der Erfolge in den Sechs-Stunden-Rennen des Jahres 2016 noch übertreffen können. Trotzdem steht schon jetzt fest, dass die amtierenden Weltmeister ihre Krone nicht werden verteidigen können. Ihre Markenkollegen Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb könnten in Bahrain den letzten Schritt zum WM-Titel gehen.

Das Le-Mans-Siegertrio führt die Fahrerwertung mit 152 Punkten vor dem Toyota-Trio Conway, Kobayashi und Sarrazin (135) an. Der Vorsprung der Porsche-Piloten ist in den vergangenen Monaten sukzessive immer weiter geschmolzen. Nach ihrem Erfolg beim 24h-Rennen konnte die Startnummer 2 nur noch selten das Tempo des Schwesterautos mitgehen; auch mehrere Chassiswechsel brachten auf Dauer kaum Linderung. In Bahrain reicht unter allen Umständen jedoch ein fünfter Rang zum Titelgewinn.

Nicht nur die WM-Gegner von Toyota wollen die nächste Porsche-Siegesfeier verhindern. Vor allem Audi wird alles daran setzen, unter den 5.000 Flutlichtern einen letzten Laufsieg in der Langstrecken-WM zu holen. Die Deutschen werden sich danach aus dem Championat verabschieden, ihr LMP1-Programm fällt den Folgekosten der Abgasmanipulationen im gesamten Volkswagen-Konzern zum Opfer. Unklar ist somit auch die Zukunft der Fahrertrios Fässler, Lotterer und Tréluyer sowie di Grassi, Duval und Jarvis.

Einen weiteren Abschied gibt es in der Riege der privat eingesetzten LMP1-Teams: Rebellion schickt den R-One-AER noch einmal mit Alexandre Imperatori, Dominik Kraihamer und Matheo Tuscher in den Wettbewerb, anschließend verabschiedet sich das Schweizer Team in Richtung LMP2-Kategorie. Pierre Kaffer, Simon Trummer und Oliver Webb wollen im Bahrain-Finale nach dem Sieg für ByKolles in Shanghai einen zweiten Sieg folgen lassen; die Mannschaft dürfte im kommenden Jahr weitermachen.

In der LMP2-Klasse ist die Titelentscheidung bereits im vergangenen Sechs-Stunden-Rennen in China zugunsten Alpines gefallen. Veränderungen gibt es in Bahrain bei den Cockpitbesetzungen einiger Mannschaften: In der Nennliste taucht der Deutsche René Rast wieder im G-Drive-Oreca auf, im Manor mit der Startnummer 45 werden nach aktuellem Stand der Rückkehrer Roberto Merhi sowie Julien Canal und Roberto Gonzalez sitzen.

Obwohl Ford in der GTE-Pro-Kategorie zuletzt dominant aufgetreten ist, sind es die Marken Aston Martin und Ferrari, die in Bahrain den Titelkampf unter sich ausmachen werden. Die beiden Hersteller liegen derzeit recht dicht beisammen. Die Italiener haben zehn Zähler Vorsprung auf die Briten, in der Fahrerwertung kämpfen Sörensen und Thiim (Aston Martin; 131 Punkte) gegen Bird und Rigon (Ferrari; 119). In der GTE-Am-Klasse haben Aguas, Collard und Perrodo (AF Corse/Ferrari) den Titel so gut wie sicher.

Das Rennwochenende in Bahrain beginnt bereits am Donnerstag mit zwei freien Trainingssitzungen über jeweils 90 Minuten. Am Freitag stehen eine dritte Einheit sowie das letzte Qualifying des Jahres auf dem Programm. Das Rennen startet am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) und führt unter Flutlicht in die Nacht hinein. Am Sonntag folgt am selben Ort ein Rookietest.

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