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WEC: Bahrain

Porsche bleibt an der Spitze

Timo Bernhard fährt im dritten Freien Training der Langstrecken-WM in Bahrain die Bestzeit, Audi rollt aus - Aston Martin hält sich zurück.

Mit einem 60-minütigen Training haben die Fahrer und Teams ihre Vorbereitungen auf das letzte Qualifying und das finale Rennen der Saison 2016 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) abgeschlossen. Bei strahlender Sonne und Temperaturen von 27 Grad Celsius der Luft sowie 35 Grad auf dem Asphalt war erneut Porsche am schnellsten. Timo Bernhard realisierte in 1:40.318 Minuten im 919 Hybrid mit der Startnummer 1 die schnellste Runde.

Die Teams waren im Abschlusstraining nicht auf einzelne schnelle Runden aus, sondern die Vorbereitung auf das 6-Stunden-Rennen am Samstag ( Start um 14:00 Uhr MEZ) stand im Vordergrund. Kernthema ist die Haltbarkeit der Reifen über einen Stint. Die Strecke in Bahrain gilt als äußerst fordernd, daher haben die LMP1-Teams beim Finale acht statt sechs Reifensätze zur Verfügung. An Doppelstints ist bei Audi, Porsche und Toyota nicht zu denken.

Hinter dem Porsche der noch amtierenden Champions Webber/Bernhard/Hartley reihten sich Jarvis/di Grassi/Duval (2./+0,488 Sekunden) ein. Am Audi mit der Startnummer 8 gab es technische Probleme. Jarvis meldete kurz vor dem Ende der Session ein "seltsames Fahrzeugverhalten". Das Team forderte ihn auf, den Wagen nach der ersten Kurve vorsichtshalber abzustellen. Zuvor hatte Jarvis' Teamkollege Lucas di Grassi im Duell gegen Brendon Hartley (Porsche) rundenlang einen Vorgeschmack auf ein enges Rennen geliefert.

Aston Martin nimmt viel Gas heraus

Auch Toyota ist wieder bei der Musik. Buemi/Davidson/Nakajima kamen mit einem Rückstand von 0,534 Sekunden auf den dritten Rang. Die jeweiligen Schwesterautos vom Lotterer/Fässler/Treluyer (4./Audi), Lieb/Jani/Dumas (5./Porsche) und Sarrazin/Conway/Kobayashi (6./Toyota) hatten ebenfalls einen überschaubaren Abstand zur Spitze. Auf den Longruns lagen alle Hersteller auf ähnlichem Niveau, leichte Vorteile in dieser Disziplin hat womöglich Audi.

Bei den beiden privaten LMP1-Teams gab es im dritten Durchgang einige technische Sorgen - mal wieder mit den AER-Antrieben. Bei Rebellion und ByKolles waren über Nacht die Motoren gewechselt worden, weil man Risse im Zylinderkopf festgestellt hatte. Im abschließenden Training waren die Schweizer erneut schneller als das Team aus Greding. Das Rennen der beiden Privatmannschaften dürfte aber erneut weniger über Tempo als vielmehr über Standfestigkeit entschieden werden.

In der LMP2-Klasse brachte Rene Rast den G-Drive-Oreca an die Spitze, in der GTE-Pro-Kategorie zeigte sich erstmals der Ferrari von Bruni/Calado in Front. Dies war allerdings nur möglich, weil sich die bisher überlegenen Aston Martin im dritten Training arg zurückhielten. Die britischen Vantage GTE fuhren im Vergleich zum Vortag um satte zwei Sekunden langsamer. Die beste Rundenzeit in der Amateurklasse gelang den großen Titelfavoriten Aguas/Collard/Perrodo (AF-Corse-Ferrari).

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