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WTCC: Marrakesch

Tom Coronel besiegt Citroen

Beim Eröffnungsrennen der WTCC in Marrakesch kann Tom Coronel im ROAL Chevrolet dem Druck der Werks-Citroen stand halten und siegt vor Lopez und Muller.

Foto: FIA WTCC

Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) hat das Eröffnungsrennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) in Marrakesch gewonnen. Der Niederländer hielt dabei dem Druck der beiden Werks-Citroen stand und überquerte nach 21 Runden auf dem umgebauten Circuit Moulay El Hassan die Ziellinie vor Jose-Maria Lopez und Yvan Muller. Dahinter kam das Honda-Werks-Trio Tiago Monteiro, Norbert Michelisz und Rob Huff ins Ziel. Für Coronel war es der fünfte Sieg in der WTCC und der erste Gesamtsieg seit Japan 2011.

Der Traum von James Thompson und Münnich, die Pole-Position in einen Sieg umzuwandeln, platzte schon in der dritten Kurve des Rennens. Hugo Valente (Lada) fuhr dem Chevrolet des Briten ins Heck und schob ihn von der Strecke. Thompson musste das Rennen kurz darauf wegen der Beschädigungen aufgeben, Valente erhielt für die Aktion eine Durchfahrtsstrafe

"Ich sah, dass Hugo Thompson getroffen hat und dachte mir schon, dass er eine Strafe bekommen wird", sagt Coronel, der nach dem Rennstart auf Position drei gelegen hatte. Eine weitere Kollision zwischen Nick Catsburg (Lada) und Thed Björk (Volvo), die in der ersten Runde direkt hinter Coronel lagen, spielte dem Niederländer zusätzlich in die Karten.

"Ich sah auch, dass Catsburg Probleme mit Björk hatte und dachte mir: 'Schön, so bekomme ich Platz um mich herum.' Dann ging es nur noch darum, Lopez hinter mir zu halten. Er hat mich zweimal berührt, aber der Sieg gehört mir", fasst Coronel sein Rennen zusammen.

Ab Runde sechs hing Lopez Coronel im Heck, kam auf dem engen Stadtkurs aber nicht in eine ernsthafte Angriffsposition und begnügte sich, wohl auch mit Blick auf die Meisterschaft, mit Platz zwei. Muller musste sich gegen Monteiro verteidigen, aber auch die Hondas gingen kein Risiko ein, da sie im Hauptrennen von den ersten drei Plätzen starten werden. Coronel gewann durch den Gesamtsieg automatisch auch die Privatfahrerwertung.

Abgesehen von den beiden Kollisionen in der ersten Runde verlief das Rennen ohne nennenswerte Zwischenfälle - und wie erwartet ohne Überholmanöver, was vor allem dem Honda-Trio mit Blick auf das Hauptrennen gefallen dürfte. Die Top 10 wurden von Gabriele Tarquini (Lada), Tom Chilton, Lokalmatador Mehdi Bennani (SLR-Citroen) und Fredrik Ekblom (Volvo) komplettierten die Top 10.

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