MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WTCC: Nürburgring

Lopez siegt – Monteiro und Muller mit heftigem Unfall

Eine schwere Kollision zwischen Tiago Monteiro und Yvan Muller überschattet das Eröffnungsrennen, den Sieg holt Weltmeister Lopez.

Foto: WTCC

Ein schwerer Unfall des bis dahin Führenden Tiago Monteiro (Honda) hat das Eröffnungsrennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) auf dem Nürburgring überschattet und Weltmeister Jose-Maria Lopez (Citroen) den Sieg beschert. In der letzten Runde erlitt Monteiro in der sogenannten Mut-Kurve im Streckenabschnitt Kesselchen einen Reifenschaden und schlug mit hoher Geschwindigkeit seitlich in die Reifenstapel ein.

Der hinter ihm fahrende Yvan Muller (Citroen) konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte mit Monteiro. Während Muller offensichtlich unverletzt und Monteiro sichtbar angeschlagen ihre Autos verlassen konnten, staubte der zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei fahrende Lopez den Sieg ab. Darüber herrschte beim amtierenden Weltmeister aber nur gedämpfte Freude.

"Ich denke Tiago hatte ein Problem mit dem Reifen, er ist einfach geradeaus gefahren und hatte einen schweren Unfall. Deshalb kann ich mich nicht richtig freuen, denn ich habe nur gewonnen, weil die beiden vor mir ein Problem hatten. Es tut mir für Tiago und Yvan leid", fühlt Lopez mit seinen Kollegen.

Der Titelverteidiger hat damit dennoch die große Chance, zum zweiten Mal in seiner Karriere an einem Rennwochenende der WTCC beide Rennen zu gewinnen. Der erste Doppelsieg war Lopez 2014 bei seinem Heimrennen in Termas de Rio Hondo gelungen.

Unterdessen rücken die Reifen an diesem Wochenende erneut in den Mittelpunkt. "Tiago hat uns gemeldet, dass es ein Reifenschaden war. Das gleiche ist schon im Training und Qualifying passiert, und das ist gefährlich", meint Honda-Teamchef Alessandro Mariani. Vor Monteiro war schon Tom Coronel (ROAL) im Linksknick am Ausgang des Schwedenkreuz abgeflogen, mutmaßlich ebenfalls mit einem Reifenschaden.

Zweiter wurde Tom Chilton (SLR-Citroen), der damit auch bester Fahrer aus der Privatfahrerwertung war. Auf Rang drei kam Norbert Michelisz im besten Honda, gefolgt von seinem Teamkollegen Rob Huff. Der Brite, der nach einem Motorwechsel von Startplatz 16 ins Rennen gegangen war, profitierte nicht nur von den Ausfällen, sondern überholte auch einige Konkurrenten.

Eine Profiteurin der Zwischenfälle - nur zwölf von 17 Autos sahen die Zielflagge - war Gaststarterin Sabine Schmitz (Münnich-Chevrolet), die trotz einer verhaltenen Leistung auf Platz zehn kam und wie schon im Vorjahr einen WM-Punkt gewann. "Ein WM-Punkt ist toll", freut sie sich.

Das Hauptrennen wurde um 12:45 Uhr gestartet, allerdings mit einem dezimierten Feld. Die Unfallopfer Monteiro, Muller und Coronel konnten nicht teilnehmen, auch hinter Thed Björks Start stand nach Motorenproblemen an seinem Volvo ein Fragezeichen.

News aus anderen Motorline-Channels:

WTCC: Nürburgring

Weitere Artikel:

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

WEC: Cost Cap unmöglich?

Budgetobergrenze in der WEC kaum umsetzbar

Toyota-Technikchef David Floury und Porsche-LMDh-Chef Urs Kuratle nennen die Probleme, wenn es darum geht, BoP durch ein Cost Cap zu ersetzen

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

ARBÖ Rallycross Greinbach: Bericht

Spektakuläres Highlight beim ARBÖ Rallycross

Volle Zuschauerränge, 120 Starter aus 7 Ländern machten das ARBÖ Rallycross Festival 2026 zu einem Motorsport Großevent am vergangenen Wochenende im PS Racing Center Greinbach mit viel Action und Spannung.

FIA veröffentlicht zweites ADUO-Ranking

Red Bull weiterhin stärkster F1-Motor

Auch in der zweiten ADUO-Periode ist der Motor von Red-Bull-Ford der stärkste im F1-Feld, sodass der Hersteller weiterhin keine zusätzliche Entwicklung bekommt

Flavio Briatore hegt großen Frust gegen das Ergebnis der Berufungsverhandlung und wirft einem der vier Richter vor, eine besondere Verbindung zu McLaren zu haben