MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WTCC: Vila Real Norbert Michelisz Honda Civic WTCC 2017

Pole-Position für Norbert Michelisz

Zum zweiten Mal in Folge heißt der Polesetter in der WTCC Norbert Michelisz: Lokalmatador Tiago Monteiro wirft Platz in der ersten Reihe weg.

Foto: FIA WTCC

Norbert Michelisz (Honda) war im Qualifying der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) in Vila Real der Schnellste und wird damit zum zweiten Mal in Folge im Hauptrennen auf der Pole-Position stehen.

Der Ungar ging im Einzelzeitfahren Q3 als vorletzter Fahrer auf die Strecke und unterbot die bis dahin bestehende Bestzeit von Rob Huff (Münnich-Citroen) um deutliche 0,684 Sekunden. Die Plätze in der zweiten Startreihe sicherten sich Thed Björk (Volvo) und Tiago Monteiro (Honda), WM-Spitzenreiter Nick Catsburg (Volvo) belegte Rang fünf.

Michelisz verriet nach seiner schnellen Runde, dass er dabei nicht nur mit Auto und Rennstrecke, sondern auch mit seinem Körper kämpfen musste. "Ich habe versucht, all meine Energie zu bündeln. Ich fühlte mich nicht wohl, die Aufregung im Qualifying hat meinem Magen zugesetzt", sagt er. "Umso toller ist es, jetzt auf der Pole-Position zu stehen. Von dort sind die Chancen am besten, das Hauptrennen zu gewinnen."

Monteiro hatte bei seinem Heimrennen die Chance, neben Michelisz in die erste Reihe zu fahren. Allerdings übertrieb es der Portugiese in der letzten Schikane, wo ihm beim Anbremsen das Heck seines Autos einbrach. Mit viel Geschick vermied Monteiro einen Unfall, kam aber nicht über Rang vier hinaus. Damit verpasste er auch die Chance, Catsburg die WM-Führung zu entreißen.

Nick Catsburg in Q3 ohne Rundenzeit

Der war nämlich Q3 ohne Rundenzeit geblieben. "Ich komme an die Box, irgendwas ist vorne gebrochen", meldete der Niederländer via Funk an die Box. Auf die Aufforderung seines Renningenieurs, trotzdem zu versuchen eine Rundenzeit zu fahren, antwortete Catsburg: "Nein, das Risiko werde ich nicht eingehen." Dennoch hat er nach dem Fehler von Monteiro in der WM-Wertung noch einen Punkt Vorsprung auf den Portugiesen.

Die beiden SLR-Citroen-Pilot Tom Chilton und Mehdi Bennani verpassten als Sechster und Siebter den Einzug in Q3. Hinter ihnen platzierten sich mit Esteban Guerrieri (Campos-Chevrolet) und Nestor Girolami (Volvo) zwei Argentinier. Zehnter und damit Polesetter in der umgekehrten Startaufstellung des Eröffnungsrennen ist Ryo Michigami (Honda), die Startplätze elf und zwölf werden in beiden Rennen John Filippi (SLR-Citroen) und Yann Ehrlacher (RC-Lada) einnehmen.

Im ersten Abschnitt des Qualifyings waren mit Kevin Gleason, Manuel Fernandes (beide RC-Lada), Aurelien Panis und Daniel Nagy (beide Zengö-Honda) auf den Positionen 13 bis 17 diejenigen Fahrer ausgeschieden, die man am Ende des Feldes erwarten konnte. Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) musste nach seinem bizarren Unfall im ersten Freien Training seine Teilnahme am weiteren Geschehen zurückziehen, da sein Auto vor Ort nicht repariert werden kann.

Langatmiges Qualifying

Insgesamt dauerte das Qualifying mehr als eineinhalb Stunden. Dies lag zum einen an einer Unterbrechung während Q1, als Poller in den Schikanen wieder in Postion gebracht werden mussten, zum anderen daran, dass Q1 und Q2 auf Stadtkursen mit 30 beziehungsweise 20 Minuten zehn Minuten länger als auf permanenten Rennstrecken sind.

News aus anderen Motorline-Channels:

WTCC: Vila Real

Weitere Artikel:

Rechbergrennen 2026: Bericht

Wochenende voller Rekorde

Der Rechberg erlebt ein Wochenende voller Rekorde…auch bei der 52. Auflage. Christian Merli und Ronnie Bratschi sind die Dominatoren des Berg-Klassikers. Christoph Lampert bester Österreicher. Neuer Streckenrekord bei den Tourenwagen und Höchstleistungen im Almenland

Samt "Großem Preis" am Schrannenplatz

Rückblick auf die Mödling Classic 2026

Bestes Wetter war den Fahrern am 9. Mai bei der Veranstaltung der Classic Rallye Staatsmeisterschaft hold. Im Feld von 75 Fahrzeugen sammelte ein Porsche 356 C von 1965 die wenigsten Strafpunkte. Wie gewohnt gab es wieder eine eigene Gäste-Wertung.

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…

Kimi Antonelli feiert einen Sieghattrick und gewinnt auch das Formel-1-Rennen in Miami, das am Ende trocken blieb - Pierre Gasly schockt mit Überschlag. Das gesamte Rennen war an Spannung und Action kaum zu überbieten.

Der Tod von Alessandro Zanardi erschüttert die Motorsportwelt: DTM-Fahrer teilen emotionale Erinnerungen an eine außergewöhnliche Persönlichkeit