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WEC: Spa-Francorchamps

Kolles, Manor komplettieren Fahrerkader

Die Nennliste für die Sechs Stunden von Spa steht: ByKolles und Manor haben ihre Fahrerkader für den Auftakt 2018/19 bekanntgegeben.

Nachdem ByKolles und Manor ihre Fahrerpaarungen bekanntgegeben haben, ist das Feld für die Sechs Stunden von Spa-Francorchamps am 5. Mai komplett. Oliver Turvey wird dritter Fahrer in der Ginetta G60 von Manor, ByKolles setzt neben Oliver Webb auf die Dienste von Tom Dillmann und Dominik Kraihamer.

Kraihamer bleibt somit bei seinem letztjährigen Team. "Ich habe beim Prolog gesehen, dass das Ganze Potenzial hat, und einen sehr guten Eindruck bekommen", sagte er. "Danach ging alles ganz schnell. Ich freue mich auf eine sehr intensive Saison. Was diese Saison ansteht, ist mit den letzten Jahren überhaupt nicht zu vergleichen."

Die Wiederauferstehung der privaten LMP1-Kategorie freut ihn sehr: "Viele haben die LMP1 schon totgeredet. Ich war immer Verfechter davon zu sagen, dass der Porsche-Ausstieg der WEC nicht schaden wird. Viele Teams aus der LMP2 haben mit dem Gedanken gespielt, in die LMP1 aufzusteigen. Jetzt war die perfekte Gelegenheit dafür. Man kann jetzt auch leichter Sponsoren finden, weil man jetzt aus eigener Kraft aufs Podium fahren kann. Unser Ziel ist ganz klar, bestes Privatteam zu werden und einen Podiumsplatz in Le Mans zu holen."

Das wird aber alles andere als einfach, denn mehr Gegner bedeuten auch stärkeren Wettbewerb: "Wir fahren gegen einige sehr starke Teams. Da gilt es, bei jedem Rennen das Maximum herauszuholen. Am ersten Testtag waren vor der Nachtsession sieben oder acht Autos innerhalb einer halben Sekunde. Das freut mich, weil es in den letzten Jahren nie eine wirkliche Herausforderung gegeben hat." Kraihamer hatte sich während seiner ByKolles-Auszeit auf das Studium konzentriert und will jetzt wieder angreifen.

Dafür hat das Team von Colin Kolles stark aufgerüstet: Eine neue Aerodynamik soll den Luftstrom am CLM P1/01 verbessern. Außerdem hat sich der Rennstall der Le-Mans-Motorschäden aus dem Vorjahr angenommen und die Befestigung des Motors am Chassis verbessert. "Bis Spa kommen noch ein paar aerodynamische Updates, beim Test hatten wir noch nicht alle dran", versprach Kraihamer.

Oliver Turvey hat nach Abstechern in die LMP2-Klasse und die japanische Super GT nun endlich ein LMP1-Cockpit bekommen. "Nach dem Klassensieg in Le Mans ist es immer mein Ziel gewesen, in der höchsten Kategorie an den Start zu gehen und um Gesamtsiege zu kämpfen. Ich kann es nicht erwarten, beim Auftakt ins Fahrzeug zu springen", sagte der 31jährige. Manor-Sportchef Graeme Lowdon hofft, dass der Brite mit seiner Sportwagenerfahrung dem Team beim LMP1-Debüt weiterhelfen kann.

Nach diesen Verpflichtungen verbleibt lediglich der Dallara-AER #11 (Aleshin/Petrov) ohne dritten Fahrer, offensichtlich ist ein solcher zumindest für den Saisonauftakt in Belgien aber auch gar nicht eingeplant.

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