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24h Limberg

Endurance-Steinschleudern

Mit einem neuen Event startet man im Steinbruch Limberg ein ehrgeiziges Projekt um Motorsport für Jedermann anzubieten.

Foto: omcb

Oft wird in der Motorsport-Szene von „kostengünstigen“ oder „leistbaren“ Rennen gesprochen. Doch dies sind alles dehnbare Begriffe, die sich jeweils nach Kontostand und Renndauer richten. Wirklich leistbaren Motorsport für ein breites Publikum anzubieten ist wie die Quadratur des Kreises, da einerseits viel Fahrzeit und der dementsprechende Spaß, andererseits möglich niedrige Kosten am Plan stehen.

Doch wie soll man das bewerkstelligen? Diese Frage stellten sich auch die Mitglieder des Oldtimer- und Motorsportclubs Burgschleinitz. Und man wurde mit einem einfachen Konzept fündig: Weg von den „besenreinen“ Rennstrecken und von technisch aufwändigen Spezialfahrzeugen. „Back to the Roots“ also, am besten gleich in einen einsam gelegenen Steinbruch, wo viele ihre ersten Meter am Volant drehten, ehe sie ihre Fahrerlaubnis ausgehändigt bekamen. Fündig wurde man im Waldviertel, im Steinbruch der Firma Hengl in Limberg, wo auch das Europa-Trucktrial über die Bühne geht.

Angelehnt an die früheren Anreisen zur Rallye Monte Carlo (also diese noch eine Sternfahrt war) gibt es ab dem 5. Mai 2018 zumindestens das Gefühl, dies wieder erleben zu können: über Stock und Stein - in diesem Falle nur Stein - 2.440 Kilometer von Limberg zur „Monte“ und wieder retour. Die „Reiseroute“ im Areal des Steinbruchs Limberg ist 1.440 Meter lang, hat eine Höhendifferenz von rund 30 Meter und wird in beide Richtungen befahren – ein Novum in der heimischen Szene.

Crasher und sonstige Kontaktfreudige sind hier allerdings völlig fehl am Platz. Anders als bei diversen anderen Langstreckenläufen wird hier seitens der Rennleitung hart durchgegriffen, da auch teilweise mit viel Herz hergerichtete Vehikel unterwegs sein werden. Hart aber fair ist die Devise, es gibt genügend Platz für alle und zum sicheren Überholen eine Streckenbreite von 6 bis 8 Metern.

Start des neuen Events Limberg – Monte-Carlo - Limberg ist das 12 Stunden-Rennen am 5. Mai 2018 und wird mit dem 24 Stunden-Rennen am 21./22. September 2018 abgeschlossen. Ebenfalls wird wieder ein VIP-Team mit dabei sein – den Beginn machen „Mr. Hitparade“ und jetzige Radio Wien-Moderator Udo Huber und ORF-Moderator der Sendung „Newton“ Matthias Euba, der schon erste Erfahrungen auf der Rundstrecke gesammelt hat. Die ersten Testfahrten im BMW 318ti stehen in Kürze an.

Serienautos und sonstige „Kraxn“

Alles, was bis Dezember 1995 gebaut wurde, drei oder vier Räder besitzt, maximal 140 PS aus (maximal) vier Zylindern schöpft und motorisch sowie äußerlich serienmäßig ist, kann dabei sein. „Ungewöhnliche“- also themenbezogene Autos - sind natürlich von der äußerlichen Serienmäßigkeit ausgenommen und dürfen weiterhin ihre Bügeltische, Gartensessel oder rosa Elefanten aufbauen.

Das Grande Finale

Mit dem 24 Stunden-Lauf am 21./22. September 2018 wird dann nicht nur der Tagessieger geehrt, sondern auch die Jahreswertung vergeben - für jene, die an beiden Events teilgenommen haben. Für die jeweils ersten Plätze 2018 wird auch ein „Preisgeld“ in Form eines 100€-Tankgutscheines von der Fa. Mosertronik vergeben.

„Radio Noir“ wird beim Eröffnungsrennen am 5. Mai 2018 drei Stunden live via Internet die wichtigsten News der Veranstaltung und Interviews senden.

Costa Quanta

Der Clubmitgliedsbeitrag pro Veranstaltung beträgt € 60,00.- für das 12 Stundenrennen und € 80,00.- für den 24 Stunden dauernden Event - pro Fahrer. Wie „kostengünstig“ ein Start bei den Steinbruchrennen in Limberg ist entscheidem also eher die Teams mit der Wahl ihrer Fahrzeuge, da sich das Nenngeld in überschaubaren Grenzen hält.
Weitere Infos über finden Sie unter www.omcb.at

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