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DTM: Hockenheimring I

Regentanz von Wittmann

Der BMW-Pilot sicherte sich bei strömenden Regen am Hockenheimring die erste DTM-Pole-Position der heurigen Saison.

Fotos:DTM

Bei den Tests und im Freien Training sah es alles nach einer klaren Audi-Show aus, doch dann stahl BMW-Ass Marco Wittmann bei Regen und niedrigen Temperaturen im ersten Hockenheim-Qualifying allen die Show: Der zweimalige Meister setzte sich mit einer Bestzeit von 1:48.215 Minuten gegen Mike Rockenfeller (+ 0,066) durch und holte seine elfte DTM-Pole.

Das ist ein Traumstart für mich", frohlockt Wittmann. "Wir hatten im Winter mehr Probleme als die Konkurrenz, und jetzt so anzufangen, ist eine Wohltat für uns alle." Dass der BMW M4 bei Regen so gut lief, war für den Pole-Setter keine große Überraschung. "Das war schon gestern im Freien Training der Fall. Heute haben meine Ingenieure auch noch einmal einen super Job gemacht, den richtigen Luftdruck reinzulassen. Das ist im Nassen schwierig."

Phoenix-Audi-Pilot Rockenfeller weiß, warum er die Pole verpasst hat: "In der letzten Runde habe ich den ersten Sektor nicht zusammenbekommen. Ich habe in Kurve 3 einen Fehler gemacht. Da haben wir zwei der drei Zehntel verschenkt." Paul di Resta als Dritter (+0,976) und Jake Dennis auf Platz sechs (+1.547) bewiesen, dass der Aston Martin Vantage auf nasser Strecke absolut konkurrenzfähig ist.

Der Schotte glaubt aber an eine Momentaufnahme wegen der Bedingungen, da seine Truppe nach wie vor Entwicklungsrückstand hat: "Der Regen hat uns geholfen. Vor uns liegen schwierige Zeiten, aber die Jungs zu belohnen, ist echt unglaublich. Es wird ein schwieriges Rennen. Wenn wir etwas mitnehmen können, toll, aber es liegt ein langer Weg vor uns."

Vizemeister Rene Rast war im Regen-Qualifying stets im Vorderfeld und kam am Ende als zweitbester Audi-Pilot auf Rang vier (+1.295). "Es war nass, extrem kalt - und die Regenreifen werden in diesem Jahr nicht mehr geheizt", beschreibt er die große Herausforderung. "Das heißt, du musst erst einmal die Regenreifen aufwärmen. Und bei fünf Grad und extrem viel Regen, ist das ganz schwierig."

Dazu kommen die üblichen Schwierigkeiten mit dem Verkehr: "Weil jeder eine Lücke sucht, war der Verkehr extrem - dazu kam eine Rotphase. Es war ein ziemliches Kuddelmuddel, und ich bin nicht happy, denn es wäre mehr drin gewesen. P4 ist trotzdem gut." Man darf gespannt sein, ob er seinen Rekord von sechs Siegen in Folge beim ersten Rennen der Saison, das um 13:30 gestartet wird, auf sieben ausbauen kann.

Apropos rote Flagge: Die löste BMW-Pilot Philipp Eng aus, der wie schon am Freitag vom Defektteufel verfolgt wird: Der Österreicher blieb bei seiner ersten Ausfahrt am Ende der Boxengasse stehen und musste fünf Minuten nach Qualifying-Beginn abgeschleppt werden.

Laut BMW handelte es sich wie am Vortag um ein elektronisches Problem in der Motorperipherie. Selbst der Boxenfunk fiel beim "Rookie des Jahres 2018" komplett aus.

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