MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 2: Aserbaidschan

Latifi siegt - Schumacher mit Aufholjagd

Nicholas Latifi hat das Sprintrennen der Formel 2 in Baku gewonnen - Mick Schumacher fuhr nach einer fulminanten Aufholjagd auf Platz fünf.

Das Sprintrennen der Formel 2 in Baku am Sonntag bot wie am Samstag eine Menge Spannung und Drama. Am Ende war es Nicholas Latifi, der sich in seinem DAMS-Boliden durchsetzte und seinen zweiten Sieg in der Saison 2019 einfuhr. Mick Schumacher, der aufgrund seines Ausfalls am Samstag von Platz 19 starten musste, zeigte eine starke Leistung und landete auf Platz fünf.

Zu Beginn des Rennens setzte sich aber Sean Galael an der Spitze fest. Der Rennfahrer aus Indonesien startete von Rang drei aus in das Sprintrennen und sicherte sich nach der ersten Kurve gleich die Führung. Dahinter entstand Chaos: Tatiana Calderon verbremste sich in Kurve zwei und riss Ralph Boschung und Louis Deletraz mit sich. Das Trio musste das Rennen frühzeitig beenden.

Drei Safety-Car-Phasen

Aufgrund des Unfalls in der ersten Runde musste das Safety-Car auf die Strecke kommen. Schumacher hatte in den ersten beiden Kurven einige Positionen gut gemacht und war schon auf Rang zwölf unterwegs. Nach dem Re-start setzte sich Galael an der Spitze ab, während dahinter Latifi, Sergio Sette Camara und Jack Aitken um die zweite Position kämpften.

Nach vier von den geplanten 21 Runden war Schumacher bereits bis auf Platz zehn vorgefahren. An der Spitze holte Latifi auf Galael auf, der nicht mehr die Pace hatte, um vorne davonzukommen. Am Anfang von Runde 6 schaffte es Latifi dann, die Führung zu übernehmen. Auch Juan Manuel Correa und Aitken gingen an den Prema-Piloten vorbei.

Die zweite Safety-Car-Phase folgte in der neunten Runde, als Giuliano Alesi in die Mauer krachte. Der Italiener versuchte Guan Yu Zhou zu überholen, verbremste sich und knallte in den Reifenstapel. Damit war der Vorsprung von Latifi an der Spitze wieder weg.

Renndistanz verkürzt

Der Kanadier legte aber einen starken Re-start hin und behielt die Führung. Dahinter kam es erneut zu einem Crash, in dem Jordan King, Luca Ghiotto und Nikita Masepin verwickelt waren. Da die Bergung der drei Fahrzeuge lange dauerte, lief die Zeit im Sprintrennen ab. Zu diesem Zeitpunkt war sicher, dass nicht die vollen 21 Runden gefahren werden.

Als die Ampeln erneut auf grün geschaltet wurden, mussten die Fahrer noch zwei Runden absolvieren. An der Spitze verteidigte Latifi seine Position und sicherte sich den Sieg. Aitken griff auf den letzten Metern nach Nick de Vries und landete auf Platz drei hinter Correa.

Schumacher überholte kurz vor Rennende seinen Teamkollegen Galael und beendete den Lauf auf Platz fünf. Galael wurde anschließend noch weiter nach hinten durchgereicht. Er kam mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,005 Sekunden vor Callum Ilott auf Position acht ins Ziel. Für Schumacher war der fünfte Platz das beste Ergebnis in seiner noch jungen Formel-2-Karriere.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 2: Aserbaidschan

Weitere Artikel:

Rechbergrennen 2026: Bericht

Wochenende voller Rekorde

Der Rechberg erlebt ein Wochenende voller Rekorde…auch bei der 52. Auflage. Christian Merli und Ronnie Bratschi sind die Dominatoren des Berg-Klassikers. Christoph Lampert bester Österreicher. Neuer Streckenrekord bei den Tourenwagen und Höchstleistungen im Almenland

Der Tod von Alessandro Zanardi erschüttert die Motorsportwelt: DTM-Fahrer teilen emotionale Erinnerungen an eine außergewöhnliche Persönlichkeit

Die FIA verbietet ab Miami den Overtake-Boost im Regen - eine kurzfristige Regeländerung, die Strategie und Sicherheit entscheidend beeinflussen könnte

Valtteri Bottas über Mercedes-Zeit

"Ich hasste den Rennsport"

Valtteri Bottas spricht offen über mentale Probleme während seiner Zeit bei Mercedes und verrät, wie sehr ihn die Saison 2018 neben Lewis Hamilton belastet hat

Berger über Roland Ratzenberger

"Schwieriger als mein eigener Unfall"

Der Tod von Roland Ratzenberger war für Gerhard Berger schwieriger als sein eigener Unfall in Imola - Mit der Gefahr habe er sich damals "nicht sehr viel befasst"