MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Pole-Position, dann doch „nur“ Rang 2

Gottfried Grasser holte sich souverän die Pole-Position, dann brachte Wolfgang Treml den Porsche beim allerletzten Rennen am A1-Ring auf Platz 2 ins Ziel.

Am Sonntag fand nicht nur das Rennen, sondern auch das Zeittraining für das 2 Stunden-Rennen am A1-Ring statt. Mit einem neuen Yokohama Reifensatz begann Wolfgang Treml das Training und übergab den Wagen, an dritter Stelle liegend, an Gottfried Grasser.

Der Jungunternehmer und ehemalige Profirennfahrer aus Knittelfeld schaffte die Sensation: Er stellte den Wagen trotz kalter Temperaturen (7 Grad Celsius) mit einen Vorsprung von 1,7 Sekunden auf Pole-Position!

„Mit so einem großen Abstand hätte ich nicht gerechnet, da unsere Konkurrenten gleichwertiges, manche sogar besseres Material hatten. Mit meiner Zeit müsste ich mir ja fast überlegen, mal ein Rennen im Porsche Supercup zu fahren, denn ich denke, so gut wie ich mit dem Porsche auf Langstreckenreifen zurecht komme, kann ich auch dort um Spitzenplätze kämpfen!“, meinte ein zufriedener Gottfried Grasser

Am Sonntagnachmittag wurde das Rennen um 15:50 Uhr gestartet. Den ersten Stint fuhr Gottfried Grasser. In der ersten Kurve verlor er zwar kurz die Führung an Georg Zoltan auf Porsche GT 3, nur drei Kurven weiter holte sich der Steirer die Führung wieder zurück.

Mehr als eine Stunde konnte sich Grasser vor dem ehemaligen Porsche-Cup-Piloten Georg Zoltan halten, ehe er mit einem Vorsprung von 7 Sekunden den Wagen an Wolfgang Treml übergab.

Das Team machte einen super Boxenstopp, worauf Treml mit 10,5 Sekunden Vorsprung das Rennen wieder als Erster aufnahm. Doch Wolfgang Treml konnte die Geschwindigkeit seines Verfolgers nicht halten. Er verlor ca. 2 Sekunden pro Runde auf seinen Verfolger. Ein enttäuschter Grasser musste zusehen, wie Treml 20 Minuten vor Rennende die Führung an Zoltan abgeben musste. Treml klagte über ein schlechtes Setup des Wagens.

Nach zwei Stunden Renndistanz wurde das allerletzte Rennen am A1-Ring Austria beendet. „Time to say goodbye“ klang über den ganzen A1-Ring durch die Lautsprecheranlage.

Gottfried Grasser: „ Sicher bin ich enttäuscht. Unser Wagen hatte das Potential zu siegen. Aber wie man gesehen hat, sollte es nicht so sein. Wolfgang sagte mir, dass der Wagen zu wenig Grip aufbaute. Dennoch finde ich, ist ein zweiter Platz zufriedenstellend.“

„Für mich war das letzte Rennen am A1-Ring sehr emotional. Ich stand am Abend im Fahrerlager, man kann fast sagen mit einem tränenden Auge, wenn man bedenkt, dass ab Oktober hier fast nichts mehr so sein wird, wie vorher. Ich werde den A1-Ring immer positiv in Erinnerung behalten! Ich konnte hier viele Erfolge feiern. Es war die Strecke, wo ich die meisten Podiumsplätze in meiner Karriere erzielen konnte.“

Für Grasser geht es nun wieder ab in die Firma nach St. Margarethen. Ob er wieder ins Lenkrad greift, steht in den Sternen. Aber vielleicht gibt’s ja wieder ein Comeback, freuen würde sich Grasser allemal, wenn sich Möglichkeiten für ein Rennen auftun würden.

Ergebnis:

Georg Zoltan, Porsche GT3, 2:01:46.056, 65 Runden
Grasser/Treml Porsche GT3, 2:02:50.807
Habernig/Burgstaller, Porsche GT 993, + 4 Runden

News aus anderen Motorline-Channels:

Langstreckenrennen: A1-Ring

Weitere Artikel:

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre

Haas hat sein Design für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt - Mit dem neuen Titelpartner Toyota Gazoo Racing hat sich auch der Look des Autos leicht verändert

MotoGP 2026: KTM & Tech3

KTM und Tech3 enthüllen die RC1

Mit vier Fahrern, zwei Teams und der weiterentwickelten RC16 will KTM 2026 den nächsten Schritt machen - Nicht nur bei den Fahrern bleibt man sich treu

Motorenstreit in der Formel 1

Vorwürfe gegen Mercedes: Toto Wolff reagiert

Toto Wolff stellt klar, dass der Mercedes-Motor absolut legal sei - Die Konkurrenz wolle mit gegenteiligen Behauptungen womöglich von eigenen Fehlern ablenken

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?