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Matthias Kahle holt den Titel

Armin Kremer schnappt sich beim Heimat-Gastspiel den Sieg, Matthias Kahle reicht Platz zwei zum vorzeitigen Gewinn des Meistertitels.

Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) heißen die Deutschen Rallye-Meister des Jahres 2002. Beim sechsten von sieben Läufen zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) reichte dem Görlitzer Kahle ein zweiter Platz hinter dem amtierenden Rallye-Europameister Armin Kremer (Ford Focus WRC), um vor der abschließenden Drei-Städte-Rallye (25.–26. Oktober 2002) uneinholbar in Führung zu gehen.

28.000 Zuschauer bei der ADAC Eifel-Rallye erlebten einen spannenden Kampf auf den selektiven und flüssigen Wertungsprüfungen rund um Daun in der Vulkaneifel, bei dem auch hinter dem Spitzenduo hoch spannender Sport geboten wurde. Mit Carsten Mohe / Timo Gottschalk (Renault Mégane Maxi) lag im Ziel ein Kit-Car-Team auf dem dritten Rang, die frisch gekürten Deutschen Junior-Rallye-Meister Sven Haaf / Michael Kölbach (Citroën Saxo Super 1600) liefen als Vierte ein. Haaf / Kölbach übernahmen durch die Punkte für die Gesamtplatzierung und den Sieg in der Super-1600-Klasse gleichzeitig auch die zweite Position in der Meisterschaft.

"Ich freue mich riesig", strahlte der neue DRM-Champion Matthias Kahle (33) nach 133,86 WP-Kilometern im Ziel der Eifel-Rallye. "Auch, wenn wir heute im Kampf gegen Armin Kremer das Nachsehen hatten, gleicht der Titelgewinn das locker aus." Kahle konnte die Meisterschaft zum dritten Mal in Folge gewinnen, insgesamt ist es der vierte Titel des Deutschen Rallye-Meisters nach 1997, 2000 und 2001.

Mit 240 Zählern auf dem Punktekonto vor Haaf / Kölbach (180) und Gruppe-N-Leader Hermann Gaßner (170) liegt Kahle nun uneinholbar in Führung. Möglich wurde der vorzeitige Titelgewinn auch, weil das Sieger-Team des vorausgehenden Laufes, Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer bereits auf der ersten Etappe nach einem Unfall ausgeschieden war.

Nun können sich Kahle / Göbel, wie eine ganze Reihe weiterer Teams aus der DRM, auf den Start im Rahmen der Rallye-WM vorbereiten. Bei der ADAC Rallye Deutschland (22.–25. August) kommt es dabei nicht nur zu einer Neuauflage des Duells zwischen Kahle und Kremer – auch andere DRM-Protagonisten, wie die Junior-Piloten Sven Haaf (Citroën) und Christoph Schleimer (Opel) führen ihre Fights mit einem erweiterten Rivalen-Kreis fort.

Ergebnis:

1. Armin Kremer / Dieter Schneppenheim (Ford Focus WRC) 1:15.40,5 Std.
2. Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) + 0.04,7 Min.
3. Carsten Mohe / Timo Gottschalk (Renault Mégane Maxi) + 4.39,4 Min.
4. Sven Haaf / Michael Kölbach (Citroën Saxo Super 1600) + 5.22,1 Min.
5. Hermann Gaßner / Siggi Schrankl (Mitsubishi Carisma GT) + 5.43,9 Min.
6. Martin Möckl / Marcus Poschner (Skoda Octavia Kit-Car) + 5.45,9 Min.
7. Jussi Välimäki / Harri Kapro (Citroën Saxo Super 1600) + 6.51,9 Min.
8. Andreas Gerst / Tanja Neidhöfer (Skoda Octavia Kit-Car) + 7.32,6 Min.
9. Chris Vlaar / Bert van Riemsdijk (Mitsubishi Lancer Evo VI) + 8.19,4 Min.
10. Marcus Hesse / Uwe Kunze (Mitsubishi Carisma) + 8.39,5 Min.

Punktestand nach 6 von 7 Läufen

1. Matthias Kahle / Peter Göbel 240 Punkte
2. Sven Haaf / Michael Kölbach 180 Punkte
3. Hermann Gaßner 170 Punkte
4. Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer 169 Punkte
5. Peter Corazza / Mandy Querengässer 137 Punkte
6. Carsten Mohe / Timo Gottschalk 125 Punkte
7. Martin Möckl / Marcus Poschner 112 Punkte
8. Holger Knöbel / Andreas Schwalié 107 Punkte
9. Marcus Hesse / Uwe Kunze 77 Punkte
10. Armin Holz 57 Punkte

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