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One step higher

Honda steht mit dem neuen CR-V bereits mit einem Bein im Premium-SUV-Segment, Motorline.cc hat bereits erste Testkilometer gesammelt.

  • Hier finden Sie Fotos des neuen Honda CR-V!

    Honda war mit der 1. Generation des CR-V einer der Vorreiter im SUV-Segment. War man damals fast allein auf weiter Flur, weht den Herstellern mittlerweile ein eisiger Wind im heiß umkämpften Segment entgegen.

    Die dritte Generation des CR-V möchte daher einen Schritt höher hinaus, man will sich vom klassischen SUV-Segment verabschieden und in Richtung Premium-Anbieter wandern. Dort gibt seit einigen Jahren der BMW X3 den Ton an und zahlreiche weitere Hersteller werden nachrücken.

    Dementsprechend war es mit einem zarten Update des CR-V nicht getan, radikalere Schritte mussten her. Honda hat vor allem bei der Qualitätsanmutung deutlich nachgebessert, die Hartplastik-Zeiten sind bis auf einige Ausnahmen im Innenraum vorbei, das neue Modell wirkt deutlich hochwertiger als der Vorgänger.

    Auch bei den Abmessungen hat sich einiges getan, der CR-V ist zwar niedriger und kürzer geworden, dafür aber breiter und wirkt dadurch wesentlich bulliger. Und endlich hat auch Japan den Trend zu größeren Rädern erkannt, waren bisher maximal 16-Zoll Alufelgen verfügbar, geht es jetzt bis hin zu gewaltigen 19-Zöllern, ein Detail, dass das Auto deutlich aufwertet.

    Darüber hinaus wurde Wert darauf gelegt, die Fahreigenschaften sowie die Geräuschdämmung in Richtung PKW zu trimmen. Ersteres ist vorbildlich gelungen, was die Fahreigenschaften anbelangt, so kann der CR-V nicht leugnen ins SUV-Segment zu gehören, der höhere Schwerpunkt ist vor allem bei Lastwechsel-Reaktionen spürbar. Dennoch ist die Abstimmung deutlich agiler, an einen BMW X3 reicht sie aber nicht heran.

    Platz in Hülle und Fülle

    Vorbildlich ist das Platzangebot im neuen Japaner, sowohl in Reihe eins als auch im Fond herrschen großzügige Verhältnisse, zudem lässt sich der Fahrersitz endlich auch für größere Personen optimal justieren, beim Vorgänger waren die Sitzschienen zu kurz. Der Kofferraum fasst zwischen 521 und 955 Litern – zweiter Wert bei umgeklappten Rücksitzen.

    Motorisch hält sich die Qual der Wahl in Grenzen, man kann lediglich zwischen einem Benzin- und einem Dieselmotor wählen. Und den Benziner muss man quälen – vor allem in Verbindung mit dem Automatikgetriebe – um halbwegs flottes Vorankommen zu gewährleisten. Das 150 PS starke Zweiliter Aggregat wirkte in mit der Fünfgang-Automatik auf ersten Testkilometern angestrengt und überfordert und wird dem Premium-Anspruch nicht gerecht.

    Der Diesel lässt dem Benziner keine Chance

    Glücklicherweise ist da noch der bewährte i-CTDi Turbodiesel. Der entschädigt vom ersten Meter an mit formidablem Durchzug, die Kombination mit dem neuen CR-V ist perfekt. Schade nur, dass man es im Land der aufgehenden Sonne nach Jahren noch immer nicht geschafft hat, dem tollen Diesel-Motor ein Automatik-Getriebe zur Seite zu stellen.

    So gehen Honda jedes Jahr allein in Österreich hunderte Käufer durch die Lappen, nicht nur beim CR-V sondern auch bei allen anderen Diesel-Modellen. Nachdem aber derzeit die Amerikaner den Diesel für sich entdecken, wird sich das in den nächsten eineinhalb Jahren ändern.

    Besonders stolz ist man bei Honda auf die zahlreichen Sicherheits-Features, die erstmals in dieser Klasse zu finden sind. Über ESP und ABS verliert man keine Worte mehr, das versteht sich mittlerweile von selbst. In allen Modellen ist aber darüber hinaus das Anhänger-Stabilisierungs-Programm TSA mit an Bord, die dementsprechende Klientel wird dies zu schätzen wissen.

    Extra-Sicherheit muss teuer bezahlt werden

    Darüber hinaus gibt es auf Wunsch die aus der Oberklasse-Limousine Legend bekannten Helferlein wie CMBS – warnt den Fahrer vor einer drohenden Kollision und leitet selbsttätig Bremsmanöver ein – sowie der adaptive Radar-Tempomat ACC, der automatisch den Abstand zum Vordermann hält. Prinzipiell gute Dinge, die zwar nicht in jeder Fahrsituation von Vorteil sind, im Fall der Fälle aber doch hilfreich eingreifen können.

    Allerdings werden sie das nur bei den wenigsten CR-V Modellen auch wirklich tun, denn der Aufpreis ist mehr als saftig. Rund 3.300,- Euro will Honda für ACC, CMBS und AFL Kurvenlicht haben. Dem nicht genug ist das Safety-Paket nur für die Top-Variante „Executive“ und nur unter der Voraussetzung des Navigations-Pakets für weitere 3.200,- Euro zu haben.

    Und ob vielen Käufern diese Features 6.500,- Euro wert sein werden, ist stark zu bezweifeln, stellen diese Optionen doch eine in Relation zum Kaufpreis gewaltige Belastung dar und werden beim Wiederverkauf aller Voraussicht wenig bis gar nicht abgegolten.

    Geht es nach Honda, so kann man sich aber ohnedies Zeit lassen, bis man seinen CR-V wieder verkauft, denn über die normale Garantie hinaus zeigt sich Honda bis acht Jahre nach dem Kauf kulant, sollten Probleme auftreten, einzig die Arbeitszeit ist dann vom Kunden zu tragen. Heuer soll der CR-V hierzulande nicht weniger als 1.400 Käufer finden, ein ehrgeiziges Ziel, dass bei den Qualitäten des SUV aber realistisch erscheint.

    Ab 29.800,- Euro geht's los

    Last but not least ein Blick auf die Preise: Bei 29.800,- Euro für den 2.0 Benziner in der Comfort-Ausstattung geht es los, der partikelgefilterte Diesel kostet 31.590,- Euro. Das Topmodell 2,2 i-CTDi Executive kommt auf 37.630,- Euro, in Anbetracht der überkompletten Ausstattung – u.a. Leder, Xenon, Einparkhilfe uvm. – im Vergleich zum X3 immer noch relativ günstig.

    Details zu Ausstattung und technischen Daten finden Sie in der rechten Navigation!

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