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Nissan X-Trail 4x4 - im Winter-Test Nissan X-Trail 2016

Spaß im Schnee

Nissan bietet das Allradsystem All-Mode 4x4i für fast alle Modellreihen an - Juke, Qashqai, X-Trail, Navara, GT-R. Wir testen X-Trail & Co.

Text: Lars Wallerang; Fotos: Daniel Martinek

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Wie elegant und zügig es sich mit Allrad-Technik über verschneite Pisten steuern lässt, zeigte Nissan im Schweizer Hochtal Engadin.

Bei dem Härtetest auf einer geschlossenen, teils vereisten Schneedecke, gespickt mit Hindernissen, fühlen wir zunächst dem Nissan X-Trail auf den Zahn. Er ist eines von sechs Nissan-Modellen mit Allradantrieb - vom kleinen Juke bis zum großen Pick-up Navara.

Der X-Trail ist mit dem elektronischen Allradsystem All-Mode 4x4i ausgestattet, bei dem wahlweise zwischen Vorderradantrieb und einer automatisch berechneten Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse gewählt werden kann.

Zusätzlich lässt sich das System auch sperren, so dass die Antriebskraft gleichmäßig auf die beiden Achsen verteilt wird. Am sichersten ist es freilich, die Elektronik inklusive ESP über die Verteilung aller Kräfte entscheiden zu lassen.

Der erste Praxistest fällt befriedigend, wenn auch nicht überragend aus: Wir machen eine Vollbremsung vor einem Hindernis. Das Fahrzeug verzögert gutmütig von 50 km/h auf Schritttempo. Der eisige Untergrund bleibt aber spürbar. Klar: Auf die Bremswirkung haben Allradsysteme ja auch keinerlei Einfluss.

Umso eindrucksvoller gelingt das Ausweichmanöver bei unvermindertem Tempo. Bei etwa 50 km/h lässt sich eine kleine Phalanx von Verkehrs-Hütchen sauber umfahren, ohne dass das geräumige Crossover-Fahrzeug aufgrund der schnellen Lenkbewegungen die Fassung verliert. Die Spurtreue des Allradlers auf Schnee prädestiniert ihn für Slalomfahrten.

Auf verschneiter Straße bricht das Fahrzeug bei Tempo 30 kaum aus und meistert auch enge Kurven. Mischt sich jedoch hartes Eis in den Schnee, was bei tiefen Temperaturen immer vorkommen kann, beugt sich der X-Trail denn doch etwas den Gesetzen der Fliehkraft, fasst nach einiger Verzögerung aber bald wieder Tritt.

Der auf der neuen CMF-Plattform (Common Module Family) der Renault-Nissan Allianz aufbauende X-Trail ist genauso robust und vielseitig wie sein Vorgänger. Sein Charakter wird aber auch durch die Eigenschaften der Nissan Crossover geprägt.

Modellübergreifend konnten die Japaner die Eleganz von Karosserie und Interieur steigern. Selbst der burleske Navara, der ab März beim Händler steht, besitzt in der Fahrgastzelle annähernd Limousinen-Atmosphäre.

Unterdessen bietet das von Grund auf neu gestaltete Interieur des X-Trail wahlweise Platz für bis zu sieben Passagiere und ist somit auch tauglich für Großfamilien. Dank der zum Fond hin ansteigenden Sitze ist die Übersicht auf allen Plätzen so gut wie im Kino. Hochwertig erscheinende Materialien prägen den Qualitätseindruck im Innenraum.

Das Motorenangebot des X-Trail bilden ein sparsamer 1.6 dCi Turbodieselmotor mit kraftvollem Drehmoment und hoher Laufkultur sowie der kürzlich eingeführte 1.6 DIG-T Turbobenziner. Der 1.6 dCi Motor ist mit Frontantrieb oder dem Nissan Allradantrieb All Mode 4x4-i der neuesten Generation verfügbar.

Den 1.6 DIG-T Motor gibt es allerdings nur mit Frontantrieb. Der Diesel mit Allrad und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe leistet 96 kW/130 PS und beschleunigt in 11 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Durchschnittsverbrauch des 1,7-Tonners liegt bei 5,3 Litern Dieselkraftstoff.

Der Crossover verfügt zudem über die neueste Generation des Nissan-Connect Infotainment-Systems, das über eine Smartphone-Integration den Zugriff auf eine Vielzahl von Apps und Internet-Funktionen erlaubt. Damit ist der X-Trail ganz auf dem aktuellen Stand der Unterhaltungs-Elektronik.

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