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Ford Edge 2.0 TDCi 210 AWD Sport - im Test Ford Edge TDCi 2017

Fahrverhalten, Verbrauch & Preis

Text und Fotos: Johannes Toth

Nach Österreich kommt der Ford Edge ausschließlich mit einem Zweiliter-Dieselmotor und wahlweise 180 PS mit 400 Nm Drehmoment oder 210 PS mit 450 Nm. Intelligenter Allradantrieb mit Vorrang für sprit-sparenden Frontantrieb ist immer an Bord.

Die Sicht nach hinten und schräg nach hinten ist auch ohne Kamera sehr gut. Zwei optionale Cams helfen trotzdem gern beim Manövrieren. Eine im Heck zum exakteren Retourschieben und eine in der Front, die beim Ausfahren aus unübersichtlichen Stellen einen seitlichen Blick aus Kühlergrill-Sicht erlauben.

Unser Testwagen in der Ausstattungsvariante „Sport“ lässt sich mit der adaptiven Lenkung sehr direkt und exakt steuern. Das Sportfahrwerk mit den schönen 20-Zöllern fährt sich straff, aber nicht unangenehm hart.

Die von Ford "Powershift" getaufte Automatik verfügt über sechs Gänge und schaltet komplett ohne Zugunterbrechung, – kein Wunder, handelt es sich doch um ein Doppelkupplungsgetriebe.

Die Gänge lassen sich auch manuell über Schaltwippen am Lenkrad einlegen. In der Schaltkulisse findet sich unterhalb des D auch ein S für die Sport-Einstellung. Damit geht es deutlich flotter voran. Der große Wagen geht spritziger, schaltet schneller runter und dreht höher.

Wobei spritzig relativ ist, denn die 210 Diesel-PS mit Bi-Turboladern haben es mit 1.950 kg Lebendgewicht zu tun und benötigen deshalb 9,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Herstellerangabe bei 211 km/h.

Das Platzangebot ist für alle Passagiere inklusive Gepäck klassenmäßig generös, nicht nur dank der satten Fahrzeugbreite von 1,93 Metern.

Fein auch die verschiedenen optionalen Goodies, wie die sehr gut funktionierenden adaptiven LED-Scheinwerfer, die die Straße je nach Fahrsituation ganz oder in Teilbereichen ausleuchten sowie mitlenken. Oder Sicherheitsfeatures wie Gurtairbags für die hinteren Passagiere.

Hervorzuheben ist auch noch die klare Menüführung des Touchscreens mit der Sprachsteuerung und der Doppelgong des Navigationssystems, der genau dann ertönt, wenn der Punkt der Abzweigung erreicht ist.

Der Preis des neuen Ford Edge beginnt für ein wirklich großes Stück Auto bei wohlfeilen 45.400 Euro. Lässt sich aber – wie bei unserem perfekt zusammengestellten Testwagen in der Ausstattung Sport – mit zusätzlichen Paketen auch auf knapp 65.000 Euro aufrüsten. Dann bewegt man sich zwar preislich in Premium-Regionen, kriegt dafür aber definitiv auch Premium geboten.

Der Verbrauch wird von Ford mit 5,8 Liter Diesel auf hundert Kilometer in kombinierter Verwendung angegeben. Da das richtige Leben aber aus vielen Kurzstrecken und einigem Autobahnverkehr besteht, wo sich der große Kerl vehement gegen den Wind stemmen muß, verbrauchten wir trotz Start/Stop Automatik 7,9 Liter.

Plus
+ sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis
+ hervorragende Platzverhältnisse
+ trotz beträchtlicher Größe relativ übersichtlich
+ adaptive LED-Scheinwerfer (optional) funktionieren sehr gut
+ klassische Radiosteuerung mit großem Regler und Tasten
+ klare und gute Menüführung

Minus
- etwas kurz geratene Sonnenblenden
- Kofferraumabdeckung lässt am Rand Sicht auf Gepäck zu

Resümee
Der in Kanada produzierte Ford Edge ist ein wunderbarer und bequemer Cruiser mit dem die Familie auf Urlaub und der Papa entspannt zum Meeting reisen kann. Trendiges Design und Features der Luxusklasse zum Kampfpreis machen ihn zu einer interessanten Alternative in der Klasse der großen SUV.

Weitere Testdetails:

Preise, Ausstattung & Technik
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