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Honda CR-V 2.0 i-MMD Hybrid AWD - im Test

Strom-Dominanz

Der Hybrid-Antrieb des Honda CR-V ist anders als übliche Verbrenner-Stromer-Kombinationen, denn hier ist der Elektromotor der Chef. Im Test.

mid/jub

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Beim Honda CR-V Hybrid ist der Elektromotor mit 184 PS der Stärkere, der 145-PS-Benziner läuft im sparsamen Atkinson-Zyklus und fungiert primär als Strom-Erzeuger. Direkte Kraft an die Räder liefert er nur im optimalen Wirkungsgrad-Bereich zwischen 80 und 100 km/h – genau dort, wo bei einem Hybridsystem üblicherweise der Elektromotor übernimmt.

Ein Spritsparwunder ist der rund 1,7 Tonnen schwere CR-V trotzdem nicht. Aber wenn er artgerecht bewegt wird, also mit etwas gebremstem Schaum, sind Verbrauchswerte von knapp über sechs Liter je 100 Kilometer möglich - laut Norm-Mix sind es 5,5 Liter, die Werte liegen also relativ nahe beieinander. Wer öfter über die Autobahn heizt, verbraucht deutlich mehr, dafür ist Hondas Hybrid-System namens i-MMD (intelligent Multi-Mode Drive) ebenso wenig geeignet wie etwa das von Toyota, bei dem der E-Motor den Benziner unterstützt.

Als rollendes Verkehrshindernis muss man nicht unterwegs sein, um auf sechs Liter zu kommen. Zwischendurch mal 130 Sachen sind durchaus drin, und im Stadt- und Vorstadtverkehr mit vielen Ampeln setzt sich der Hybrid sowieso positiv in Szene. Übrigens: Der Hybrid-Akku mit einer Kapazität von gerade mal 1,3 Kilowattstunden reicht für zwei Kilometer rein elektrische Fortbewegung. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird vom i-MMD-CR-V in 9,2 Sekunden absolviert.

Auffallend am teilelektrifizierten Honda ist, wie unauffällig sich der Antrieb im Alltagsleben gibt. Zündung an, D-Taste gedrückt, schon kann es losgehen, zunächst flüsterleise, dann mit Verbrenner-Geräuschkulisse. Das ganze Drumrum ist dem der reinen Benzinmodelle des Honda CR-V sehr ähnlich, allerdings ist der Kofferraum wegen der darunter gepackten Batterie etwas kleiner (479 bis 1.694 Liter) und den Hybrid gibt es nicht als Siebensitzer.

Das Platzangebot vorne und vor allem im Fond ist fast schon üppig, die Japaner haben die Länge von 4,60 Metern geschickt genutzt. Die Bedienung ist typisch Honda, also mit einem Tick japanischer Verspieltheit, aber schnell erlernbar.

In der feinsten Version mit Namen Executive machen neben einer Reihe der im "Honda Sensing" enthaltenen elektronischen Helfer unter anderem auch eine Klimaautomatik mit Zwei-Zonen-Regelung, ein Toter-Winkel-Assistent, die Leder-Ausstattung, ein Panorama-Glasschiebedach, die sensorgesteuerte Heckklappenbedienung, ein beheizbares Lenkrad und beheizbare Vorder- und Rücksitze plus ein Head-up-Display das Autofahrerleben angenehmer und sicherer.

Ein echtes Schnäppchen ist der Hond CR-V mit Hybridantrieb nicht. Los geht es bei 34.990 Euro (Deutschland: 32.790 Euro) für den Fronttriebler in der "Comfort"-Version, das getestete Spitzenmodell "Executive" mit Allradantrieb steht ab 49.290 Euro in der Preisliste (D: 44.290 Euro).

- Länge / Breite / Höhe / Radstand: 4,60 / 1,86 / 1,69 / 2,66 Meter
- Motor: Vierzylinder-Turbobenziner
- Hubraum: 1.993 ccm
- Leistung: 107 kW/145 PS
- Drehmoment: 175 Nm bei 4.000 U/min
- Leistung Elektromotor: 135 kW/184 PS
- Drehmoment Elektromotor: 315 Nm
- Systemleistung: entspricht jener des Elektromotors
- Stufenlos-Automatik, Allradantrieb
- 0 bis 100 km/h: 9,2 Sekunden
- Spitze: 180 km/h
- Normverbrauch: 5,5 l/100 km
- Testverbrauch: 6,3 l/100 km
- CO2-Emissionen Norm/Test: 126/145 g/km
- Abgasnorm: Euro 6d-Temp
- Österreich-Preis: 49.290 (Deutschland: 44.290 Euro)

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